Breddels und Veljanoski verarbeiteten die umfangreiche Datenmenge innerhalb weniger Sekunden mithilfe ihrer Software vaex, abgekürzt für Visualisation and Exploration of Big Tabular Datasets – zu Deutsch etwa: Darstellung und Erkundung großer tabellarischer Datensätze. Ähnlich wie bei Google Maps können Nutzer in die erstellte Grafik hineinzoomen oder den Ausschnitt verschieben. Mit dem Programm können auch verschiedene Informationen kombiniert werden: So lässt sich herausfinden, wo Fahrgäste die höchsten Preise zahlen oder wann in welchen Straßen mit Staus zu rechnen ist. Während Google Maps dafür auf große Server zurückgreifen muss, funktioniert vaex auf dem Laptop.
Eigentlich hatten die beiden Astronomen Breddels und Veljanoski die Software für das Gaia-Projekt der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) entwickelt, das die bisher detaillierteste Darstellung der Milchstraße ermöglichte. Jetzt stellen sie das Programm kostenfrei der Öffentlichkeit zur Verfügung. Einen Beitrag zu vaex veröffentlichten die Wissenschaftler im Fachmagazin Astronomy & Astrophysics.





