Ein Thema, wie es zentraler nicht sein könnte, ist Inhalt der Titelstory dieser Aprilausgabe 2012. Wann beginnt das menschliche Leben? Sind Hirntote wirklich tot? Wo stand die Wiege des Lebens? Sind Viren doch Lebewesen? Das sind die Fragen, zu denen unsere Autorinnen Tanja Krämer, Martina Keller, Ute Kehse und Peggy Freede für Sie Antworten recherchiert haben. Obwohl die genannten Themen nicht nur Wissenschaftler, sondern uns alle seit Langem beschäftigen, ist vieles immer noch nicht geklärt. Ja, mehr noch: In einigen Bereichen wurde für sicher gehaltenes Wissen jüngst Makulatur. So dokumentierte der amerikanische Neurologe Alan Shewmon 175 Beispiele, bei denen der Hirntod nicht den Tod eines Menschen markierte. Was das für die Organspende-Praxis bedeutet, ist derzeit ein heißes Thema in der Medizinethik. Mehr darüber lesen Sie ab Seite 28. Im Beitrag unmittelbar davor wird diskutiert, wann ein Menschenleben beginnt. Auch das ist umstritten. Warum das so ist, bringt Franz Kolodziej, Laborleiter an einem Reproduktionszentrum, so auf den Punkt: „Wir schleichen uns in das Leben hinein und wir schleichen uns genauso wieder hinaus.”
Wie in der Märzausgabe angekündigt, bereichern wir 2012 bild der wissenschaft mit neuen Rubriken. Zu den drei schon eingeführten „Bild der Wissenschaft”, „Deutschland im Blick” und „ bdw Persönlich” kommt erstmals in dieser Ausgabe noch der Kommentar eines externen Experten. Solche Kommentare werden wir künftig immer wieder unter der unregelmäßigen Rubrik „Standpunkt” publizieren. Frank Böttcher, der Erfinder und Veranstalter des ExtremWetterKongresses, macht den Anfang. Er nimmt mit seinem Standpunkt die gängige Praxis aufs Korn, wie sich Wissenschaftler und Medien beim Blick auf Wetter und Klima gegenseitig aufschaukeln, bis endlich die „Klimakatastrophe” entstanden ist. Böttcher, Autodidakt in Sachen Wetter- und Klimakommunikation, kennt wie kaum ein Zweiter alle Seiten des Beziehungsgefüges Klimaforscher–Medien–Öffentlichkeit. Seine Meinung lesen Sie ab Seite 58.
Wie Sie wissen, ist dies die Aprilausgabe des Jahres 2012. April, da war doch immer etwas in bild der wissenschaft …? Ich wünsche Ihnen Geschick beim Auffinden und viel Spaß beim Lesen nicht nur dieses Artikels!





