„Auge um Auge, Zahn um Zahn“ – Diese Tora-Passage und andere historische Schriften wie das sumerische Ur-Nammu und das babylonische Hammurabi beschreiben, wie Menschen seit jeher ihre Körperteile und deren Verlust bewerten. Diese Regeln und Gesetze beachteten Menschen sowohl im Kampf, um einen Gegner „angemessen“ zu verletzen, als auch bei der bevorzugten Behandlung von Wunden. Manche unserer Körperteile hatten sogar schon im Mittelalter einen rechtlichen Wert. Heutzutage regeln dies moderne Entschädigungsgesetze, beispielsweise für Berufstätige, die bei der Arbeit einen Finger oder andere Gliedmaßen verloren haben. Doch hat sich im Zuge der Geschichte unser Bewertungssystem verändert oder ist ein Zeh heute noch genauso viel wert wie früher? Und wie bewerten unterschiedliche Kulturen ihre Gliedmaßen?





