Bis zu 4000 Kilometer weit reist der amerikanische Monarchfalter jedes Jahr auf dem Weg von seinen Fortpflanzungsgebieten in Kanada und den USA zu seinem Überwinterungsgebiet in Mexiko. Sandra Perez von der Universität Tucson in Arizona und ihre Kollegen konnten nun zeigen, daß der Schmetterling während seines langen Fluges einen Sonnenkompaß zur Orientierung benutzt. Da die Sonne im Laufe eines Tages von Osten nach Westen wandert, müssen die Tiere je nach Tageszeit einen anderen Winkel zur Sonne einschlagen. Dabei “eichen” sie den Sonnenkompaß mit einer inneren Uhr.
Die Forscher fanden dies heraus, indem sie einigen Faltern die innere Uhr durch Aufzucht in einem künstlichen Hell-Dunkel-Rhythmus um sechs Stunden verstellten. Diese Tiere flogen in eine Richtung, die im Vergleich zu Monarchfaltern in der Natur um 90 Grad verschoben war.





