Nicht der Wein selbst, sondern der gesellschafliche Status der Weintrinker könnte die vermeintlich gesunde Wirkung des Traubensafts erklären. Das vermuten dänische Forscher in der Augustausgabe der Archives of Internal Medicine.
Das Forscherteam des Dänischen Zentrums für Epidemiologie in Kopenhagen hatte die Daten von mehr als 600 Männern und Frauen im Alter von 29 bis 34 Jahren hinsichtlich ihrer Bildung, Intelligenz, psychischen Gesundheit und Lebensweise ausgewertet. Dabei zeigte sich, dass Weintrinker intelligenter, gebildeter, sozial besser gestellt und psychisch gesünder sind beispielsweise Menschen, die nur Bier trinken.
Besonders auffällige Unterschiede ergab der Vergleich des Intelligenzquotienten von Männern, die nur Bier oder nur Wein trinken. Außerdem zeigten die Weintrinker weniger Zeichen von psychischen Störungen und waren seltener alkoholabhängig. Es bestätigten sich auch frühere Forschungsergebnisse, nach denen Menschen, die Rotwein regelmäßig aber nicht übermäßig trinken, gesünder sind als jene, die anderen alkoholischen Getränken zusprechen oder gar keinen Alkohol zu sich nehmen.
Die Autoren der Studie gehen davon aus, dass der bessere sozioökonomische Status der Weintrinker einen wesentlichen Einfluss auf eine gesündere Lebensweise und eine allgemein bessere Gesundheit hat. In anderen Untersuchungen hatten Wissenschaftler bereits festgestellt, dass soziale Faktoren wie Bildung und Wohlstand Lebenserwartung und Gesundheit direkt beeinflussen ( bdw berichtete).
Marion Herzog





