Wissenschaftlern des Kölner Max-Planck-Instituts für Züchtungsforschung ist es gelungen, ein wichtiges Problem des Pflanzenwachstums zu lösen: die Verteilung des Hormons Auxin im Gewebe der Pflanzen. Auxin ist ein Wuchsstoff, der die Krümmungsbewegungen der Pflanze – ausgelöst durch Licht und Schwerkraft – reguliert. Er sorgt zum Beispiel dafür, dass ein junger Spross in die Höhe wächst. Die Forscher um Klaus Palme konnten jetzt nachweisen, dass sich Pflanzen nur dann zum Licht strecken, wenn Auxin in bestimmten Regionen des Gewebes angehäuft wird: Der Wuchsstoff wird durch das Protein PIN3 von oben nach unten im Pflanzenspross verteilt und reichert sich schließlich in der Wurzelspitze an. Wird das Transport-Protein PIN3 blockiert, wachsen die Sprösslinge nicht mehr entgegen der Schwerkraft zum Licht, da das Auxin dann gleichmäßig im Gewebe der Pflanze verteilt bleibt.
Hans Groth





