Der „Schwarze Tod“, ein Ausbruch der Beulenpest im Mittelalter, war die tödlichste Pandemie in der Geschichte der Menschheit. Auslöser war das Pestbakterium Yersinia pestis, das sich unter anderem über Flöhe und Läuse rasant verbreitete. Zwischen dem 14. und 19. Jahrhundert tötete es schätzungsweise 30 bis 50 Prozent der Bevölkerung Europas, Westasiens und Afrikas. Dieselbe Bakterienart verursachte zuvor ab dem 5. Jahrhundert bereits die Justinianische Pest in Europa und im Nahen Osten, sowie die dritte Pestpandemie, die 1855 in China begann, sich weltweit ausbreitete und bis heute andauert. Aus Regionen wie Madagaskar und dem Kongo werden noch immer regelmäßig Krankheitsfälle bei Menschen gemeldet. Auch dank Antibiotika ist die Pest heute aber in der Regel behandelbar und nicht mehr zwingend tödlich.





