Heute gibt es sie nur noch in Afrika und in Südostasien – doch einst stapfte auch ein Vertreter der Nashörner durch die Kaltsteppen des Nordens, wie aus zahlreichen Fossilienfunden bekannt ist: Das Wollnashorn (Coelodonta antiquitatis) war etwa so groß wie das afrikanische Breitmaulnashorn und hatte sich an das Leben in den kalten Weiten gut angepasst. Gewärmt von einem zotteligen Fell fraß es das Gras in den Kaltsteppen, das es wahrscheinlich mithilfe seines besonders langen Hornes auch von Schnee befreien konnte. Aus Fossilienfunden geht hervor, dass dieser Vertreter der eiszeitlichen Megafauna über eine lange Zeitspanne des Pleistozäns hinweg im nördlichen Eurasien weit verbreitet war.





