Frühchen geht es besser, wenn sie soviel Zeit wie möglich auf der nackten Brust ihrer Mutter oder ihres Vaters verbringen. Dr. Waltraud Stening, 33, konnte zeigen, daß bei dieser „Känguruh-Methode” keine körperlichen Schäden für das vor der Zeit geborene Kind zu befürchten sind.
Die meisten Frühchen verbringen die ersten Wochen ihres Lebens im Brutkasten. Besser geht es den Winzlingen jedoch, wenn sie so oft wie möglich intensiven körperlichen Kontakt mit ihren Eltern haben. Das zeigen Erfahrungen der Kinderuniversitätsklinik in Köln.
Unter einer wärmenden Decke genießen Frühgeborene dort mehrere Stunden täglich die Körperwärme auf der nackten Brust von Mutter oder Vater. Der positive Effekt dieser “Känguruh-Methode” für die Entwicklung des Säuglings stand schon immer fest. Viele Kinderärzte fürchteten jedoch, daß die Frühgeborenen außerhalb des Brutkastens körperlichen Schaden nehmen könnten.
Dr. Waltraud Stening von der Poliklinik für Allgemeine Kinderheilkunde der Universität Köln entkräftete diese Sorge jetzt mit ihrer Untersuchung. Danach setzt die Känguruh-Methode selbst sehr junge Frühgeborene keinerlei Streß aus. Auch der gefürchtete Abfall der Körpertemperatur kann vermieden werden. “Die Känguruh-Methode”, urteilt Waltraud Stening, “eignet sich hervorragend zur Unterstützung der Eltern-Kind-Beziehung.”
Waltraud Stening





