In Taiwans Tempeln herrscht gefährlich dicke Luft. Wissenschaftler der National-Cheng-Kung- Universität haben in den Gotteshäusern sehr hohe Konzentrationen an polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen gemessen, die vermutlich durch das ständige Abbrennen von Weihrauch-Harz verursacht werden. Die Werte für diese Krebs erregenden Substanzen waren im Tempel sogar höher als an einer viel befahrenen Straßenkreuzung. Auch der Gehalt an Schwebstäuben war dreimal so hoch und überstieg die in Taiwan geltenden Grenzwerte. Nun sollen die Priester Urin-Proben abgeben, um zu klären, ob sie die gemessenen Schadstoffkonzentrationen tatsächlich bedrohen.
Ulrich Fricke





