Zum Inhalt springen
Bild der Wissenschaft
AnmeldenAbonnieren
  • Astronomie & Physik
  • Erde & Umwelt
  • Archäologie
  • Gesundheit & Medizin
  • Technik & Digitales
  • Gesellschaft & Psychologie
  • Shop
  • Rezensionen
  • Podcast
  • BDW Plus
Bild der Wissenschaft
  • Astronomie & Physik
  • Erde & Umwelt
  • Archäologie
  • Gesundheit & Medizin
  • Technik & Digitales
  • Gesellschaft & Psychologie
  • Kolumnen
  • Nachgefragt
  • Rezensionen
  • Podcast
  • Lexikon
Wissenschaft-Newsletter
Die wichtigsten Entdeckungen der Woche direkt in Ihr Postfach.

Leserservice

  • Probeabo
  • BILD DER WISSENSCHAFT Marktplatz

Hefte

  • Sonderhefte
  • Einzelhefte

Unsere Partner

  • Fraunhofer IPA
  • Leibniz-Institut ifl
  • wissen.de
  • ScienceBlogs
  • experimenta
  • Wissenschaftspodcasts

Info

  • AGB
  • Mediadaten
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Barrierefreiheit
  • Vertrag widerrufen
BILD DER WISSENSCHAFTErnst-Mey-Str. 8
70771 Leinfelden-Echterdingen

Abonnement & LeserserviceE-Mail: leserservice@konradin.de
Tel: +49 (0)711 82651-201
RedaktionE-Mail: wissenschaft@konradin.de
Tel: +49 (0)711 7594-392
Folgen Sie uns
Bild der Wissenschaft als bevorzugte Quelle bei Google einrichtenAuf Google merken →
Konradin Mediengruppedamals.denatur.de
© 2026 Bild der Wissenschaft
Warenkorb

Dein Warenkorb ist leer.

Startseite/Erde & Umwelt/Artikel
Tyrannosaurus rex hatte eine Körpertemperatur von gut 36 Grad
Erde & Umwelt

Tyrannosaurus rex hatte eine Körpertemperatur von gut 36 Grad

Eine neue Messung bestätigt: Der Raubsaurier Tyrannosaurus rex war schon warmblütig. Er hatte eine ähnliche Körpertemperatur wie wir. · Foto: © Racksuz/ iStock

Von wegen träges Reptil: Der Tyrannosaurus rex hatte eine ähnliche Körpertemperatur wie wir Menschen - gut 36 Grad, wie Analysen mit einem neuartigen „Fieberthermometer“ für Dinosaurier enthüllen. Zudem konnte der Raubdinosaurier seine Temperatur schon ähnlich gut regulieren und stabil halten wie moderne Säugetiere – er war demnach schon warmblütig. Das erklärt, warum der T. rex ein so erfolgreicher Top-Prädator war und warum er sogar in Alaska vorkam.
Autor
Nadja Podbregar
16. September 2026
Lesezeit
4 Minuten
Rubrik
Erde & Umwelt

Waren die Dinosaurier wechselwarm wie heutige Reptilien oder warmblütig wie Säugetiere und Vögel? Wegen der Kraft, Größe und Wendigkeit vieler Raubdinosaurier vermuten Paläontologen schon länger, dass Tyrannosaurus rex und Co ihre Körpertemperatur zumindest zum Teil aktiv regulieren konnten. Wachstumsringe von fossilen Knochen und Isotopenanalysen legen zudem nahe, dass die Raubdinosaurier und einige Sauropoden eine relativ hohe, von ihrer Umgebung unabhängige Körpertemperatur besessen haben könnten.

Aber war der Tyrannosaurus rex wirklich schon ein echter Warmblüter? Bisher ist dies unklar – auch, weil es bisher nicht gelungen ist, die Körpertemperatur dieser Raubdinosaurier präzise zu bestimmen.

Ein „Fieberthermometer“ für den T. rex

Deshalb haben nun Forschende um Randon Flores von der University of California in Los Angeles ein „Fieberthermometer“ für Dinosaurier entwickelt. Für dieses ist nur eine winzige Probe aus dem fossilen Zahnschmelz des Dinosauriers nötig. Als erste Testobjekte dienten Proben von zwei Zähnen des Tyrannosaurus rex „Thomas“, dessen Fossil im Nordwesten der USA gefunden wurde, und ein Zahn eines weiteren T.-rex-Exemplars. Als Vergleich dienten Zahnschmelzproben von fünf Krokodilen – Reptilien, die nachweislich wechselwarm sind.

Tyrannosaurus-Schädel und -zahn

Schädel des T. rex “Thomas“ und ein Zahn dieses Tyrannosaurus-Exemplars. — © Dinosaur Institute, Natural History Museum of Los Angeles County

Um die Körpertemperatur des T. rex zu rekonstruieren, analysierten Flores und sein Team den Gehalt und die Bindungen von zwei Isotopen im Zahnschmelz, dem seltenen radioaktiven Kohlenstoff- Isotop 13C und dem stabilen, aber ebenfalls seltenen Sauerstoffisotop 18O. Der Clou dabei: Je höher die Temperatur im Zahnschmelz eines Tieres ist, desto seltener bilden diese beiden Isotope Bindungen zueinander aus. Ein gleichwarmes, warmblütiges Tier hat deswegen weniger dieser Isotopenbindungen als ein wechselwarmes.

„Dies bildet die Basis unseres Isotopenthermometers“, erklärt Flores‘ Kollege Robert Eagle. Mithilfe der Massenspektrometrie lassen sich die Isotopenverhältnisse des fossilen Zahnschmelzes auslesen. „Theoretisch könnten wir diese Messungen auch an Knochen durchführen, aber diese werden im Laufe des Lebens ständig umgebaut und ersetzt. Die Kristallstrukturen des Zahnschmelzes sind dagegen stabil und sehr haltbar.“

36,3 Grad - unabhängig von der Außentemperatur

Mit dieser Methode ist es nun erstmals gelungen, die Körpertemperatur eines Tyrannosaurus rex genauer zu rekonstruieren. Demnach war das Innere des T. rex zu seinen Lebzeiten rund 36,3 Grad warm – genauso warm wie bei einem Elefanten und fast so warm wie bei uns Menschen. „Die Körpertemperatur des Tyrannosaurus lag signifikant höher als bei modernen Reptilien, aber niedriger als bei heutigen Vögeln“, erklärt Eagle. Die zum Vergleich gemessenen Krokodile hatten im Schnitt nur eine Körpertemperatur von 31 Grad.

Noch wichtiger jedoch: Die Körpertemperatur des Tyrannosaurus lag auch signifikant über der seiner damaligen Umgebung, wie die Forschenden ermittelten. Modellen und fossilen Muscheln zufolge wurde es am Fundort des T. rex in der Kreidezeit selbst in warmen Sommermonaten und bei maximalem Treibhauseffekt nicht wärmer als 33 Grad. Die Jahresmitteltemperaturen lagen bei rund 18 bis 20 Grad. „Das legt nahe, dass der Tyrannosaurus seine Temperatur aktiv über der seiner Umgebung halten konnte“, schreiben die Paläontologen.

Körpertemperaturen

Über die Isotopenwerte ermittelte Körpertemperaturen des Tyrannosaurus (orange) und der Krokodile (blau) sowie Vergleichswerte heutiger Tiergruppen und die Lufttemperaturen am Fundort des T. rex vor 66 Millionen Jahren und heute. — © Flores et al./ Science Advances, CC-by 4.0

Warmblütig selbst im winterlichen Alaska

Zusammengenommen bestätigt dies: Der Tyrannosaurus rex und wahrscheinlich auch andere Raubdinosaurier seiner Zeit waren warmblütig – sie konnten ihre Körpertemperatur aktiv regulieren. Der „König der Schreckensechsen“ war demnach alles andere als ein träges Reptil. Das erklärt nicht nur seinen Erfolg als Jäger und Top-Prädator der Kreidezeit, sondern auch, warum Fossilien dieses Raubdinosauriers selbst in kalten Regionen wie Alaska gefunden wurden. Zwar herrschte in der Kreidezeit ein tropisches Treibhausklima, Alaska lag aber auch schon damals in der winterkalten Polarregion.

“Mithilfe dieses paläontologischen Thermometers und paläoklimatischer Modelle konnten wir das Verbreitungsgebiet des Tyrannosaurus rex rekonstruieren“, berichtet Co-Autor Alessandro Chiarenza vom University College London. Demnach könnte der T. rex vor 66 Millionen ein Gebiet besiedelt haben, das vom heutigen Mexiko bis nach Alaska reichte. Dank seiner Warmblütigkeit konnte der Raubdinosaurier selbst dort leben, wo es für andere Reptilien zu kalt war.

Mechanismus der Dino-Warmblütigkeit noch unklar

Doch wie regulierte der Tyrannosaurus rex seine Körpertemperatur? Beruhte seine Warmblütigkeit schon auf den gleichen Mechanismen wie bei uns oder den aus den Dinosauriern entstandenen Vögeln? Diese Frage können auch Flores und seine Kollegen bisher nicht beantworten. „Es ist unmöglich, allein aus der Körpertemperatur auf die thermoregulatorischen Strategien zu schließen“, erklären sie. Sie halten es aber für wahrscheinlich, dass der T. rex seine Körpertemperatur über seinen Stoffwechsel regulierte, ähnlich wie auch heutige Säugetiere und wir Menschen.

Quelle: Randon Flores (University of California - Los Angeles) et al., Science Advances, 2026; doi: 10.1126/sciadv.aeb7653

DinosuarierKörpertemperaturt. rexThermoregulationTyrannosauruswarmblütig
Bevorzugte Quelle bei Google

Möchten Sie Bild der Wissenschaft in Ihren Google-Suchergebnissen bevorzugt sehen? Ein Klick genügt.

Bild der Wissenschaft als bevorzugte Quelle festlegen →

Mehr aus Erde & Umwelt

Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Erde & Umwelt.

Alle Erde & Umwelt-Artikel
Streit ums Anthropozän flammt neu auf
Erde & Umwelt

Streit ums Anthropozän flammt neu auf

5. Oktober 2026

Hat mit der modernen Zivilisation ein neues geologisches Zeitalter begonnen – das Anthropozän? Verfahrensfehler bei der Entscheidung haben den Streit neu…

Polwanderung: Erdkruste ist viermal stark verrutscht
Erde & Umwelt

Polwanderung: Erdkruste ist viermal stark verrutscht

2. Oktober 2026

In den letzten 320 Millionen Jahren hat unser Planet vier schnelle Polwanderungen durchlaufen. Die gesamte Erdoberfläche verschob sich gegen die Rotationsachse.

Wirbelstürme: Bedrohung für Korea, Japan und Ostchina wächst
Erde & Umwelt

Wirbelstürme: Bedrohung für Korea, Japan und Ostchina wächst

1. Oktober 2026

Wirbelstürme im Nordpazifik haben ihre Zugbahnen nach Norden verlagert und treffen häufiger auf Land. Auch die Vorwarnzeiten haben sich verkürzt.

Hintergrund: Was bringen Höhenwindtürme für die Windenergie?
Erde & Umwelt

Hintergrund: Was bringen Höhenwindtürme für die Windenergie?

1. Oktober 2026

In der Lausitz wurde gerade die höchste Windanlage der Welt fertiggestellt. Doch was sind die Vorteile solcher Höhenwindtürme? Und wo liegen die Nachteile?

← Zurück zu Erde & UmweltZur Startseite