Zum Inhalt springen
Bild der Wissenschaft
AnmeldenAbonnieren
  • Astronomie & Physik
  • Erde & Umwelt
  • Archäologie
  • Gesundheit & Medizin
  • Technik & Digitales
  • Gesellschaft & Psychologie
  • Shop
  • Rezensionen
  • Podcast
  • BDW Plus
Bild der Wissenschaft
  • Astronomie & Physik
  • Erde & Umwelt
  • Archäologie
  • Gesundheit & Medizin
  • Technik & Digitales
  • Gesellschaft & Psychologie
  • Kolumnen
  • Nachgefragt
  • Rezensionen
  • Podcast
  • Lexikon
Wissenschaft-Newsletter
Die wichtigsten Entdeckungen der Woche direkt in Ihr Postfach.

Leserservice

  • Probeabo
  • BILD DER WISSENSCHAFT Marktplatz

Hefte

  • Sonderhefte
  • Einzelhefte

Unsere Partner

  • Fraunhofer IPA
  • Leibniz-Institut ifl
  • wissen.de
  • ScienceBlogs
  • experimenta
  • Wissenschaftspodcasts

Info

  • AGB
  • Mediadaten
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Barrierefreiheit
  • Vertrag widerrufen
BILD DER WISSENSCHAFTErnst-Mey-Str. 8
70771 Leinfelden-Echterdingen

Abonnement & LeserserviceE-Mail: leserservice@konradin.de
Tel: +49 (0)711 82651-201
RedaktionE-Mail: wissenschaft@konradin.de
Tel: +49 (0)711 7594-392
Folgen Sie uns
Bild der Wissenschaft als bevorzugte Quelle bei Google einrichtenAuf Google merken →
Konradin Mediengruppedamals.denatur.de
© 2026 Bild der Wissenschaft
Warenkorb

Dein Warenkorb ist leer.

Startseite/Erde & Umwelt/Artikel
Wirbelstürme: Bedrohung für Korea, Japan und Ostchina wächst
Erde & Umwelt

Wirbelstürme: Bedrohung für Korea, Japan und Ostchina wächst

Taifun Khanun im August 2023 über der der koreanischen Halbinsel und Japan · Foto: © NASA Worldview/ Earth Observing System Data and Information System

Erhöhte Gefahr: Tropische Wirbelstürme im Pazifik haben ihre Zugbahnen nach Norden verlagert und ziehen heute schneller als noch vor 20 Jahren. Dadurch bedrohen die Taifune immer häufiger Japan, Korea und den Osten Chinas, wie Klimaforscher ermittelt haben. Die Gesamtzahl der Wirbelstürme im Nordpazifik hat sich zwar nicht verändert, durch die geänderten Zugbahnen treffen die Taifune aber häufiger und früher auf Land. Dadurch verkürzen sich auch die Vorwarnzeiten.
Autor
Nadja Podbregar
01. Oktober 2026
Lesezeit
3 Minuten
Rubrik
Erde & Umwelt

Tropische Wirbelstürme gehören zu den folgenreichsten Naturgefahren weltweit - und auch an ihnen geht der Klimawandel nicht spurlos vorüber: Steigende Meerestemperaturen begünstigen die Bildung neuer Tropenstürme und liefern Hurrikans und Taifunen mehr Energie. Gleichzeitig verlängert sich die Saison, in der die Meeresoberfläche warm genug für Wirbelstürme ist und die betroffenen Meeresgebiete weiten sich aus, wie Analysen für Hurrikans im Atlantik gezeigt haben.

Veränderte Zugbahnen auch im Nordwestpazifik

Ob dies auch für Taifune im Nordwestpazifik gilt, haben nun Forschende um Jia Sun vom Zentrum für Meeresforschung und -technologie in Qingdao untersucht. Dafür werteten sie Wetteraufzeichnungen und Daten zu Zugbahnen von Stürmen für die Zeit von 1980 bis 2025 für den westlichen Nordpazifik aus.

Das Ergebnis: „Wir sehen eine signifikante polwärts-Verlagerung von tropischen Wirbelstürmen in Ostasien“, berichtet das Team. Verglichen mit der Zeit von 1980 bis 2006 verlagerten sich die Bildungszonen der Taifune in den letzten zehn Jahren etwas weiter nach Nordwesten, gleichzeitig veränderten sich ihre Zugbahnen: „Die Daten zeigen eine systematische Ablenkung im Uhrzeigersinn“, berichten Sun und seine Kollegen. Die Wirbelstürme biegen oberhalb von 25 Grad nördlicher Breite von einem ursprünglich westlichen Kurs nach Nordosten ab.

Erhöhte Gefahr für Japan, Korea und Ostchina

Dadurch treffen die Taifune häufiger auf die Küsten Ostasiens. „Obwohl heute etwas weniger Wirbelstürme im Nordwestpazifik entstehen, ist die Wahrscheinlichkeit für einen Landfall bei diesen Taifunen gestiegen“, berichten Sun und sein Team. Pro Jahrzehnt hat sich der Anteil der auf Land treffenden Wirbelstürme um 3,4 Prozent erhöht. Allerdings ist nicht jede Küste gleichermaßen betroffen: Südlich des 20. nördlichen Breitengrads erreichen heute sogar weniger Taifune die Küsten. Dafür ist die Landfall-Häufigkeit nördlich des 30. Breitengrads signifikant gestiegen.

Die Sturmgefahr für Korea, Japan und Teile Ostchinas hat deshalb in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen: Taifune, die früher weiter südlich blieben oder gar nicht auf Land trafen, erreichen inzwischen häufiger die Küsten dieser Länder. „Die Taifun-Saisons 2024 und 2025 illustrieren diese Verschiebung: In beiden Jahren erreichten zehn Taifune die Region nördlich des 30. Breitengrads und siebenmal zogen die Wirbelstürme über Japan und die koreanische Halbinsel hinweg“, berichten Sun und seine Kollegen.

Weniger Vorwarnzeit durch schnellere Stürme

Und noch etwas kommt hinzu: “Dieser Richtungswechsel ist mit einer erhöhten Zuggeschwindigkeit der Stürme verknüpft“, berichtet das Team. Ihren Analysen zufolge bewegen sich Taifune südlich des 25. Breitengrads noch mit weniger als 30 bis 40 Kilometer pro Stunde, beschleunigen nördlich davon aber auf mehr als 100 Kilometer pro Stunde. Die Zeit von der Sturmentstehung bis zum Landfall hat sich dadurch von 5,6 Tagen auf 4,7 Tage verkürzt.

Für die Bevölkerung der betroffenen Regionen bedeutet dies: Sie haben weniger Zeit, um sich auf die herannahenden Wirbelstürme vorzubereiten. Denn ein tropischer Wirbelsturm, der näher an Land entsteht und sich schneller auf die Küste zubewegt, verkürzt die Zeit für Vorhersagen, Notfallplanung und die Evakuierung der Bevölkerung. „Dies unterstreicht, dass Risikobewertungen und Frühwarnsysteme für Küstenregionen auch veränderte Zugbahnen und Zugzeiten der Wirbelstürme berücksichtigen müssen – insbesondere im nördlichen Ostasien“, sagt Co-Autor Guihua Wang von der Fudan-Universität.

Warum sich die Zugbahnen und Zugzeiten der Taifune geändert haben, ist noch nicht eindeutig geklärt. Denn das beobachtete Muster beruht auf einer Kombination aus langfristigem Klimawandel und natürlichen Klimaschwankungen, wie die Forschenden erklären. Wie hoch die jeweiligen Anteile sind, müssen nun längere Datenreihen und Klimamodelle zeigen.

Quelle: Jia Sun (Qingdao Marine Science and Technology Center, China) et al., Advances in Atmospheric Sciences, 2026; doi: 10.1007/s00376-026-5906-y

ChinaJapanKlimaKoreaPazifikStürmeTaifunWirbelsturmZugbahnen
Bevorzugte Quelle bei Google

Möchten Sie Bild der Wissenschaft in Ihren Google-Suchergebnissen bevorzugt sehen? Ein Klick genügt.

Bild der Wissenschaft als bevorzugte Quelle festlegen →

Mehr aus Erde & Umwelt

Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Erde & Umwelt.

Alle Erde & Umwelt-Artikel
Antarktis: Älteste Belege für Torfmoore und wiederholte Brände
Erde & Umwelt

Antarktis: Älteste Belege für Torfmoore und wiederholte Brände

14. Oktober 2026

In der Antarktis gab es vor 90 Millionen Jahren ausgedehnte Torfmoorflächen. Trotz des feuchtwarmen Klimas entzündeten sich dort immer wieder Brände.

Kartierung zeigt sinkende Städte weltweit
Erde & Umwelt

Kartierung zeigt sinkende Städte weltweit

13. Oktober 2026

Radardaten zeigen die Bodensenkung für 465 Großstädte weltweit. Besonders betroffen sind Städte in Asien und Mexiko. In Deutschland ist die Senkung gering.

Erdkruste unter Italien schält sich ab
Erde & Umwelt

Erdkruste unter Italien schält sich ab

12. Oktober 2026

Unter dem „Rückgrat“ Italiens tut sich etwas: Tief unter der Gebirgskette des Apennins spaltet sich die Erdkruste – sie wird abgeschält wie mit einem Hobel.

Honigbienen: Achtbeinige Bedrohung rückt näher
Erde & Umwelt

Honigbienen: Achtbeinige Bedrohung rückt näher

12. Oktober 2026

Europas Bienen droht neue Gefahr: Eine besonders gefährliche blutsaugende Milbe hat die Grenze Europas erreicht. Sie kann ein Bienenvolk in kurzer Zeit…

← Zurück zu Erde & UmweltZur Startseite