von KLAUS-DIETER LINSMEIER
Heinrich Schliemann berichtete: „Um den Schatz der Habsucht meiner Arbeiter zu entziehen und ihn für die Wissenschaft zu retten, ließ ich Ruhezeit ausrufen, und während meine Arbeiter aßen, schnitt ich den Schatz mit einem großen Messer heraus.“ Im festen Glauben, Homers Troja auszugraben, stieß Schliemann am 31. Mai 1873 auf prächtigen Goldschmuck. Sein Grabungstagebuch listet auf: zwei Diademe, ein Stirnband, vier Ohrgehänge, 56 Ohrringe, 8750 kleinere Ringe, diverse Knöpfe, zudem zwei goldene Becher. Schliemann spekulierte: Jemand aus der Familie des Priamos habe wohl den Schatz während der Einnahme Trojas durch die Griechen in aller Eile in eine Kiste gepackt. Dann sei er aber vom Feind oder von der Feuersbrunst erreicht worden, habe die Kiste fallenlassen und sie wurde unter Asche und Steinen begraben.





