Die Tabakindustrie hat über Jahrzehnte hinweg die Einführung brandsicherer Zigaretten verhindert. Das berichtet das amerikanische Fachblatt Tobacco Control (Nr. 11, S. 346). Der Artikel basiert auf Unterlagen der Tabakindustrie, die amerikanische Wissenschaftler ausgewertet haben.
Jeder zehnte Feuertod weltweit wird durch Zigaretten verursacht. In den USA ist es sogar jeder dritte. Zigaretten, die Stoffe oder Möbelpolster nicht entzünden können, könnten viele dieser Todesfälle verhindern, schreiben die Autoren. Die Tabakunternehmen hätten jedoch immer wieder betont, solche Zigaretten seien technisch nicht möglich.
Die Wissenschaftler fanden hingegen in den Firmenunterlagen Hinweise, dass beispielsweise das Unternehmen Philip Morris bereits 1987 Zigaretten entwickelt hatte, die Brandunfälle verhindern könnten. Außerdem fanden sie Unterlagen, die bestätigten, dass Raucher die “Sicherheitszigaretten” genauso akzeptierten wie normale Zigaretten. Doch erst im Jahr 2000 führte der Konzern bei einer seiner Marken brandsichere Zigaretten ein. Ähnliche Verzögerungen habe es auch beim Reynolds-Konzern gegeben, kritisieren die Autoren.
ddp/ bdw – Teresa Baethmann





