von DAVID NEUHÄUSER
Die Frauen Galliens gleichen den Männern nicht nur in ihrer Körpergröße, sie sind ihnen auch im Mute ebenbürtig,“ schildert der griechische Geschichtsschreiber Diodor im 1. Jahrhundert v. Chr. die Keltinnen in Gallien. Gaius Julius Caesar, der Gallien mit Krieg überzogen hatte, bezeichnet die Frauen in seinem „De Bello Gallico“ als wild und erwähnt Fälle, in denen Kriegerinnen ihre männlichen Mitstreiter an erbitterter Kampfeswut sogar übertroffen hätten. Für römische Legionäre, die in Gallien kämpften, war es keine Seltenheit, auf dem Schlachtfeld auf Frauen zu treffen – zumindest dann, wenn die angegriffenen Stämme um ihr Überleben kämpfen mussten. Der griechische Gelehrte Plutarch schreibt etwa, Caesars Truppen seien bei ihrem Sturm auf eine Wagenburg auf Frauen und Kinder getroffen, die verbissen bis zum Tod kämpften. Und der spätantike römische Historiker Ammianus Marcellinus berichtet, dass die Legionäre in arge Bedrängnis gerieten, wenn die gallischen Frauen die Schlachtreihen ihrer Männer verstärkten.





