„Krebsrisiko durch Leistungssport?”, so fragten vor zwei Jahren die Zeitungen. der Ulmer Genetiker Prof. Günter Speit, 44, hatte Studien über Gen-Schäden durch intensiven Sport veröffentlicht. Jetzt gibt Speit Entwarnung.
Untersuchungen an Freiwilligen, die in der Ulmer Universität bis zur Erschöpfung auf dem Laufband gerannt waren, hatten Genschäden erkennen lassen, die genauso aussahen wie Mutationen durch Chemikalien. Speit hatte damals zwar vor der Interpretation gewarnt, daß Leistungssport das Risiko erhöhe, an genetisch bedingtem Krebs zu erkranken. Vielen Medien aber war die alarmierende Schlagzeile wichtiger.
Speit machte daraufhin Experimente, in denen er nachwies, daß hohe Dosen von Vitamin E die Genschäden – ob riskant oder nicht – deutlich verminderten.
Jetzt hat der Genetiker eine neue Untersuchung vorgelegt, die demnächst veröffentlicht wird. Während er früher vorsichtig sagte, gesundheitliche Schäden durch extremen Sport seien nicht auszuschließen, betont er nun das Gegenteil: Sie seien nicht nachzuweisen.
Noch deutlicher: Die Zellen hätten gezeigt, daß sie sportbedingte Genschäden binnen kurzem reparieren würden. Es muß also niemand mehr befürchten, sich ein gesundes Herz mit der Aussicht auf einen späteren Sport-Krebs zu erlaufen.
Und was ist mit dem Vitamin E? “Schaden kann’s nicht”, meint Speit, “aber notwendig ist es auch nicht.”
Günter Speit





