2010 feiert der Klaus Tschira Preis für verständliche Wissenschaft KlarText! Jubiläum. Aus diesem Anlass werden 60 bdw-Abonnenten in die Jury aufgenommen.
Bandwurmsätze, Fachchinesisch und seitenlange Detailversessenheit sind nichts für Leute, die mit dem Klaus Tschira Preis prämiert werden wollen. Denn sie müssen klar und verständlich formulieren können. Erfreulicherweise wollen genau das immer mehr junge Forscherinnen und Forscher. Bei der ersten bundesweiten Ausschreibung des Preises 2006 bewarben sich 86 frisch gebackene Doktoren der Naturwissenschaften um die sechs Auszeichnungen (Preisgeld jeweils 5000 Euro). 2008 waren es schon 126 Einsendungen, und in diesem Jahr gab es für den Klaus Tschira Preis sogar 168 Bewerbungen. In nur vier Jahren hat sich also die Zahl der Bewerbungen glatt verdoppelt!
bild der wissenschaft ist seit Beginn Medienpartner des Preises. Die Sieger stellen wir jedes Jahr in einem eigens gestalteten Sonderheft vor – von Spitzenfotografen prominent ins Bild gesetzt. Die besten Forscher der Kategorie „KlarText! verständliche Wissenschaft 2009″ präsentieren wir Ihnen in einem bild der wissenschaft plus, das zusammen mit der kommenden Heftausgabe (11/2009) erscheint.
2010 wird KlarText! zum fünften Mal vergeben. Zum Jubiläum haben sich die Klaus Tschira Stiftung und bild der wissenschaft etwas ausgedacht, das es in der Medienlandschaft bisher nicht gibt: Unsere Abonnenten können Jurymitglieder werden. Sie können ein Urteil über die Verständlichkeit der wissenschaftlichen Artikel abgeben und auf diese Weise die Weichen für die weitere Auslese stellen.
Sie, liebe Leserinnen und Leser, können damit – vor Fachjury und vor Sprachjury – entscheiden, welche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Jahr 2010 ins weitere Rennen um den Klaus Tschira Preis geschickt werden – und welche nicht.
Bewerben für diese Publikumsjury können sich bild der wissenschaft-Leserinnen und -Leser, die unser Heft seit mindestens drei Jahren ohne Unterbrechung abonniert haben. Das heißt: Neben Ihrem Namen, Ihrer Post- und E-Mail-Adresse und Ihrem derzeit ausgeübten Beruf benötigen wir auch Ihre Abo-Nummer. Diese Nummer können Sie – ganz einfach – dem Anschriftenetikett dieser Ausgabe entnehmen. Die für den Klaus Tschira Preis 2010 eingereichten populärwissenschaftlichen Arbeiten werden den Teilnehmern der Publikumsjury bis spätestens 16. März 2010 elektronisch zugeleitet. Die Juroren haben bis zum 13. April 2010 Zeit, die Texte zu lesen und zu bewerten. Den Spaß am Lesen und Begreifen wissenschaftlicher Erkenntnisse bringen Sie alle ja mit, das beweisen Sie jeden Monat durch die bdw-Lektüre.
Um den Mitgliedern der Publikumsjury die Arbeit möglichst leicht zu machen, bekommen die Juroren mit den Bewerbungstexten einen einfach strukturierten Bewertungsbogen zugesandt (ankreuzen genügt).
Bewertet werden 2010 die eingereichten Arbeiten aus den Fachgebieten Neuro- wissenschaften und Physik. Keine Angst: Niemand muss sich durch Formeln quälen: Die Bewerber sind aufgefordert, ihre Beiträge in „gehobener Umgangssprache” zu verfassen. „Die Texte sollen für den Leser auch dann verständlich sein, wenn er nicht ständig in das Fremdwortlexikon schaut”, heißt es in den journalistischen Eckpfeilern, die für die Bewerbungen um den Klaus Tschira Preis in Zusammenarbeit mit der bild der wissenschaft-Redaktion definiert wurden.
Sie, liebe Abonnenten, brauchen auch kein einschlägiges Studium zu haben, um Relevanz und journalistische Umsetzung der Doktorarbeiten beurteilen zu können. Denn es ist schlicht Aufgabe aller Bewerber um den Klaus Tschira Preis, das Publikum für ihre wissenschaftliche Arbeit zu begeistern. Daher bewerben Sie sich bitte nicht als Jurymitglied für das Fach Physik, wenn Sie Physik studiert haben, und nicht für Neurowissenschaften, wenn Sie hier Experte sind.
Die Beiträge der Wissenschaftler werden eine Länge von 8000 bis 9000 Zeichen haben. Das entspricht dem Text dreier A4-Seiten. Jedes bdw-Jurymitglied bekommt maximal zehn Arbeiten zur Bewertung. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir die Zahl der Juroren in der Publikumsjury auf maximal 30 je Kategorie begrenzen müssen. Auswahlkriterium ist der zeitliche Eingang Ihrer Bewerbung.
Jeder Juror aus dem bdw-Abonnentenkreis, der uns nach seiner Ernennung die vollständig ausgefüllten Bewertungsformulare elektronisch, per Fax oder auf dem Postweg zusendet, erhält für seine Juryteilnahme einen Sachpreis. Verlost werden 10 Markenferngläser von Zeiss, 10 Funkwetterstationen sowie 40 High-tech-Radiowecker. Eine Auszahlung des Preises ist leider nicht möglich.
Zusätzlich dazu erhält jedes Jurymitglied nach erbrachter Leistung ein vom Chefredakteur von bild der wissenschaft unterschriebenes Zertifikat. Weiterhin sind die Jurymitglieder zur Verleihung des Klaus Tschira Preises für verständliche Wissenschaft 2010 sowie zum anschließenden Empfang eingeladen, die im Oktober 2010 in Heidelberg stattfinden.
Bewerbungsschluss für die Teilnahme an der Publikumsjury des Klaus Tschira Preises 2010 ist der 15. Dezember 2009.
Ihre Bewerbungen richten Sie bitte an:
bild der wissenschaft
c/o Konradin Mediengruppe
Frau Ulrike Matzke
Ernst-Mey-Straße 8
70771 Leinfelden-Echterdingen
oder weit einfacher an:
ulrike.matzke@konradin.de
Bitte vergessen Sie nicht anzugeben, ob Sie Juror in der Kategorie Neurowissenschaften oder Physik sein wollen.
Viel Erfolg bei Ihrer Bewerbung und viel Spaß bei der Mitwirkung in der Jury wünscht Ihnen Ihr
Wolfgang Hess
Chefredakteur bild der wissenschaft





