Eine geometrische Anordnung von Steinen in der Sahara im Süden von Ägypten ist die älteste bekannte astronomische Kultstätte aus der Jungsteinzeit, fand eine Gruppe ägyptischer, amerikanischer und polnischer Wissenschaftler heraus. Die Kultstätte, die sich am Rande eines ehemaligen Sees befindet, wurde vor 6000 bis 6500 Jahren errichtet – rund 1000 Jahre früher als die Megalithe von Stonehenge in Südengland.
Das Zentrum der vor wenigen Jahren entdeckten und nun detailliert untersuchten und datierten Weihestätte Nabta bildet ein Steinkreis mit einem Durchmesser von etwa drei Metern. Von ihm ausgehend sind entlang verschiedener Richtungen zahlreiche große Steine angeordnet. Innerhalb des Kreises zeigen mehrere Steinplatten exakt nach Nord-Süd, andere weisen in Richtung des Sonnenaufgangspunktes zur Zeit der Sommersonnenwende. Bei der Kultstätte fanden die Forscher auch Knochenreste von Rindern.
Die Wissenschaftler vermuten, daß die Bewohner von Nabta vor rund 4800 Jahren, als die Monsunregen in der Region ausblieben und der See austrocknete, nach Norden zogen und die ersten Pyramiden am Nil errichteten.
Stefan Greschik





