Männer, die Soja essen, haben ein geringeres Risiko, an Prostata-Krebs zu erkranken. Zu diesem Ergebnis kommen US-Forscher des Colorado State’s College of Veterinary Medicine in Fort Collins. Das Team um Robert Handa hatte Equol untersucht – ein Molekül, das bei der Verdauung von Soja im Darm gebildet wird. Dabei fanden die Wissenschaftler heraus, dass Equol die Funktion des männlichen Hormons DHT stoppt, das ein Nebenprodukt von Testosteron ist und das Prostatawachstum fördern kann. In Experimenten mit Ratten konnte Handa nachweisen, dass das Injizieren von Equol die Prostata der Tiere verkleinerte. Dabei wurde lediglich DHT inaktiviert, die Funktion des Testosterons blieb unbeeinflusst.
Die Forscher sprechen von einem Durchbruch, da die Pharmaindustrie schon lange versucht, zur Behandlung oder Vorbeugung von Prostata-Krebs DHT zu blockieren. Außerdem würden ihre Ergebnisse teilweise erklären, warum die Männer in Japan, wo sehr viel Soja gegessen wird, seltener an diesem Krebs erkranken.





