Der mit 15 000 Euro dotierte Heinz-Ansmann-Preis für Aids-Forschung ging in diesem Jahr an drei Wissenschaftler: die Mediziner Rolf Kaiser von der Universität Köln und Mark Oette vom Kölner Krankenhaus der Augustinerinnen sowie den Bioinformatiker Thomas Lengauer, Direktor am Max-Planck-Institut für Informatik in Saarbrücken. Sie haben eine Software entwickelt, die für einen Aids-Patienten die individuelle Zusammenstellung von Wirkstoffen errechnet. Das Programm schätzt ab, wie stark die Virusvarianten im Blut gegen verschiedene Wirkstoffe resistent sind und sucht nach der Kombination, die am vielversprechendsten gegen HIV erscheint. Hintergrund ist, dass unterschiedliche Varianten des Erregers auch unterschiedliche Resistenzen aufweisen. Die Software ist unter www.geno2pheno.org frei verfügbar.





