Wer öfter Blut spendet, erleidet seltener einen Herzinfarkt. Das ist das Randergebnis einer finnischen Studie an 3235 älteren Männern, in der nach Risikofaktoren des Herzinfarkts gefahndet wurde. Von den regelmäßigen Blutspendern unter den Teilnehmern erlitten nur 0,7 Prozent einen Herzinfarkt, unter den Nichtspendern waren es dagegen 9,8 Prozent, also 14mal so viele, berichtet das “British Medical Journal”. Als mögliche Erklärung wird der vorübergehende Eisenmangel diskutiert, der durch das Blutspenden entsteht. Schon früher war beobachtet worden, daß Menschen mit etwas weniger Eisen im Blut als der Durchschnitt seltener an Erkrankungen der Gefäße leiden. Möglicherweise kommt die geringere Herzinfarktquote bei den Blutspendern aber auch nur dadurch zustande, daß sich sowieso nur gesündere Menschen häufiger zur Ader lassen.
Helmut L. Karcher





