Die Römer trugen schon vor fast 2000 Jahren künstliche Zähne, fanden französische Anthropologen von den Universitäten Toulouse und Bordeaux heraus. Auf einem gallisch-römischen Friedhof bei Chantambre in Mittelfrankreich entdeckten sie den Schädel eines Mannes, in dessen Oberkiefer ein falscher Backenzahn aus Eisen steckte. Der Mann starb vermutlich 30- bis 40jährig im 1. oder 2. Jahrhundert n. Chr.
Das Eisenimplantat war nach dem Vorbild des ausgefallenen echten Zahns geschmiedet und anscheinend mit einem Hammer in die Lücke im Kieferknochen getrieben worden. Die Wissenschaftler vermuten, daß der künstliche Bakkenzahn mindestens ein Jahr lang voll funktionierte.
Ralf Butscher





