In Padua aufbewahrte sterbliche Überreste eines Mannes aus dem ersten Jahrhundert könnten tatsächlich vom Evangelisten Lukas stammen. Genanalysen zeigen, dass sie zu einem Menschen gehörten, der entweder in Syrien oder im Gebiet der heutigen Türkei geboren wurde, berichtet das in London erscheinende Magazin “Nature”.
Lukas kam um das Jahr 65 n. Chr. in Syrien zur Welt und starb im Alter von 84 Jahren in Griechenland. Seine sterblichen Überreste wurden um das Jahr 350 nach Konstantinopel gebracht, von wo aus sie schließlich nach Italien gelangten.
Skeptiker haben stets bezweifelt, dass die in Padua aufbewahrten Reliquien tatsächlich Lukas zuzuordnen sind. Sie könnten auch von einem unbekannten Griechen oder einem Menschen aus dem Gebiet der heutigen Türkei stammen.
Die vom italienischen Hochschulminister und vom Bistum Padua geförderte DNA-Analyse hat zwar ergeben, dass die Überreste nicht von einem Griechen stammen. Damit ist das Problem jedoch nicht endgültig geklärt: Sie können nämlich auch zu einem Türken gehören, erklärten die Forscher. Die Ergebnisse sprächen zwar eher für einen Syrer, aber die Belege seien nicht stichhaltig genug.
ddp, bdw, Andreas Wawrzinek





