Aus dem Quartett der bekannten Monde, die den Zwergplaneten Pluto umrunden, wurde jetzt ein Quintett. Den neuen Trabanten fand ein amerikanisches Astronomenteam um Mark Showalter auf neun Aufnahme-Serien, die das Hubble-Weltraumteleskop zwischen dem 3. Juni und dem 9. Juli 2012 geschossen hat. Der Mond heißt vorläufig P5 oder S/2012 (134340) 1 und ist nur 10 bis 25 Kilometer groß. „Einen richtigen Namen werden wir bald beschließen – aber der hängt auch davon ab, ob wir noch mehr Monde finden”, sagt Showalter. P5 läuft um Pluto auf einer fast kreisförmigen Bahn in etwa 42 000 Kilometer Abstand zwischen dem 1978 entdeckten Großmond Charon und dem seit 2005 bekannten Minimond Nix. Die Bahnen sämtlicher Trabanten liegen ungefähr in derselben Ebene.
Plutos Umgebung wird gegenwärtig intensiv inspiziert, weil der Zwergplanet bald Besuch bekommt: Am 14. Juli 2015 wird die Raumsonde New Horizons an ihm vorbeifliegen – mit 14 Kilometer pro Sekunde in rund 10 000 Kilometer Distanz. Mit fünf Trabanten ist Pluto der mondreichste Zwergplanet. Vermutlich ist er mit seinen Begleitern aus der Kollision zweier eisiger Objekte im Kuiper-Gürtel entstanden, der „Wiege” der kurzperiodischen Kometen.





