Am häufigsten verhüten die Deutschen mit der Pille, wie eine Umfrage ergab. Von insgesamt 2.400 Personen gaben 40 Prozent an, mit der Pille zu verhüten, etwa 19 Prozent nutzten Kondome und 12 Porzent verhüteten gar nicht, obwohl kein Kinderwunsch bestand. Weitere Verhütungsmittel oder -methoden wie Diaphragma, chemische oder natürliche Methoden wurden nur von sehr wenigen Befragten angewandt. Die Umfrage führten Marion Sonnenmoser und Norbert Kluge von der Foschungsstelle für Sexualwissenschaft und Sexualpädagogik der Universität Landau in Zusammenarbeit mit dem Umfrageinstitut EMNID durch.
Sonnenmoser und Kluge stellten bei der Auswertung auch einen Zusammenhang zwischen Alter und Verhütungsverhalten fest. So wurden Kondome häufig von unter 30-jährigen verwendet, die über 40-jährigen griffen weniger zur Pille. Auch scheint die Schulbildung eine Rolle beim Verhüten zu spielen. Die befragten Männer und Frauen mit Hauptschulabschluss verhüteten weniger als jene mit höherem Schulabschluss, obwohl bei allen Paaren kein Kinderwunsch bestand.
Sogar nach Bundesländern unterschieden sich die Verhütungsmethoden markant. So wurden Kondome besonders häufig in Schleswig-Holstein (30 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (25 Prozent) benutzt. Die Rheinland-Pfälzer waren hier deutlich zurückhaltender (7 Prozent). Sehr verbreitet ist in Rheinland-Pfalz dagegen die Pille (60 Prozent), in Hessen wurde diese nur von 30 Prozent der Befragten benutzt. In Thüringen (22 Prozent) und in Mecklenburg-Vorpommern (21 Prozent) wurde am wenigsten verhütet. (Informationsdienst Wissenschaft)
Dagmar Kronenberg





