Grönlandwale (Balaena mysticetus) verfügen über eine besondere Gesangstechnik, die man von Walen bisher nicht kannte. Das berichten Forscher der Universität Kopenhagen, die die Tiere in der westgrönländischen Disko-Bucht mit Unterwassermikrofonen belauscht haben. Das Team um Outi Tervo fand heraus, dass die Meeressäuger während der Paarungszeit mehrstimmig singen und ihr Repertoire jedes Jahr ändern. Frühere Gesänge werden nicht wiederholt. Tervo vermutet, dass dadurch immer wieder neue Partner angelockt werden sollen. Die Sänger profitieren davon, weil ihre Gene sich so weiter verbreiten können. Die Forscher gaben den Walen wegen ihrer Gesangskünste den Spitznamen „ Nachtigallen der Meere”, denn auch Nachtigallen locken durch ihre nächtlichen Lieder paaarungswillige Weibchen an.
Grönlandwale können über 200 Jahre alt werden und gelten als die langlebigsten Säugetiere der Welt. Sie bewohnen die Arktis und werden bis zu 18 Meter lang und 100 Tonnen schwer. Seit 1946 stehen die Tiere unter Naturschutz.





