Eine Transplantation von Immun-Stammzellen könnte schwere Autoimmunkrankheiten nicht nur lindern, sondern heilen. Zu diesen Krankheiten zählen Arthritis und der systemische Lupus erythematodes (SLE). Bei ihnen richtet sich das Immunsystem gegen den eigenen Körper, was zu schmerzhaften chronischen Entzündungen und zur langsamen Zerstörung des Gewebes führt. An der Berliner Charité erhielten vor zwei Jahren vier SLE-Patienten eine Hochdosis-Chemotherapie, die das Immunsystem zerstört. Dann transplantierten die Ärzte Stammzellen und ermöglichten so die Bildung neuer Abwehrzellen. Bei drei Patienten hatten sie Erfolg, Symptome und gegen eigenes Gewebe gerichtete Antikörper traten bisher nicht auf. Ein Patient erlitt nach 17 Monaten einen Rückfall.
Ulrich Fricke





