Zuviel Arbeit kann eine Beziehung negativ beeinflussen und das Sexualleben zerstören. Das belegt eine Studie des Chartered Institute of Personnel and Development (CIPD). Die Ergebnisse demonstrieren, dass eine wöchentliche Arbeitszeit von mehr als 48 Stunden das Sexualleben bei fast 50 Prozent der Befragten zum Erliegen brachte.
Die langen Arbeitszeiten verändern das Verhalten des Angestellten und beeinflussen sein soziales Umfeld. Immer weniger Zeit ist für Freunde und Familie vorhanden, so dass langfristig diese Beziehungen belastet werden, erklärt Melissa Compton-Edwards, Leiterin der Studie. Zunehmend werde auch immer mehr Zeit mit Kollegen verbracht. Die Arbeitskollegen werden zu einer Art “Firmenfamilie”, während der eigentliche Partner zu Hause leide.
Die langen Arbeitszeiten werden zum Teil durch neue Arbeitsatmosphären mit Fitness-, Relax- und Spaßräume geschaffen. Die Angestellten verbringen so wesentlich mehr Zeit in der Firma.
Der eigentliche Grund, warum sich die Beziehungen zum Partner verändern, ist aber nicht der Zeitfaktor, sondern hat vor allem soziale Gründe, sagen die Experten. Dadurch dass mehr Zeit in der Firma und mit Kollegen verlebt wird, entsteht eine Firmengemeinschaft, zu der sich jeder Angestellte hingezogen und verpflichtet fühlt, erläutert die Direktorin Sally Davis von Sanders & Sydney. Diese Form der Arbeit mit einem Spaßcharakter und einer Gemeinschaft ist die Vision vieler Firmen, bestätigt auch der Direktor Mike Deohane. Durch die Zunahme der Spaß- und Erholungsmöglichkeiten am Arbeitsplatz gehen heutzutage mehr Menschen gerne zur Arbeit, erklärt Compton-Edwards.
Die Beraterin der Industrial Society Judi James sieht in dieser Entwicklung keine Vorteile, sondern eher eine Belastung für bestehenden Beziehungen. Die Ergebnisse der CIPD-Studie bestätigen, dass 56 Prozent der Menschen die länger arbeiten, lieber zu Hause sind und ihre Partner nicht vernachlässigen möchten.
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Dr.Leyla-Manuela Schmidt





