Wer als Heranwachsender „Urmenschenbücher” verschlungen hat, wird die dort vermittelten Klischeebilder oft sein Leben lang nicht mehr los: Da umringen wilde Gestalten speerschwingend ein riesiges Mammut oder stechen auf ein Wollnashorn ein, das in eine Fallgrube gestürzt ist. Auch die meisten Archäologen waren bis vor Kurzem überzeugt: Sowohl Homo erectus als auch Neandertaler und unsere direkten Vorfahren haben die Riesen des Eiszeitalters gejagt. Doch neue Untersuchungen der Tierknochenfunde und neue Interpretationen der Fundstätten zeichnen ein anderes Bild: Kalkuliertes Risiko statt blindem Heldentum – und das listenreiche Nutzen natürlicher Fallen.





