Eine Kamera mit einem Mikrochip, der mehr als eine Million Helligkeitsstufen unterscheiden kann, haben die Ingenieure Michael Schanz, Christian Nitta und Thomas Eckart vom Fraunhofer-Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme (IMS) in Duisburg entwickelt. Sie erhalten dafür einen der diesjährigen Philip Morris Forschungspreise.
Ihr völlig neu konzipierter Sensorchip ist nicht wie das Herzstück üblicher Videokameras aufgebaut, sondern eher wie der Mikroprozessor in einem Computer. Er ermöglicht es, starke Helligkeitsunterschiede auszugleichen und Dinge wahrzunehmen, die sich nur wenig vom Hintergrund abheben, beispielweise ein dunkles Auto kurz vor der Ausfahrt eines Tunnels. Herkömmliche Videokameras sind mit einer solchen Aufgabe völlig überfordert.
Die Mikrochip-Kamera benötigt BMW für ein Bildverarbeitungssystem, das Fahrszenen erkennen und den Fahrer rechtzeitig warnen soll, wenn er ein Hindernis übersieht.
Rüdiger Vaas





