Die vor mehr als viertausend Jahren errichteten Steine von Stonehenge wurden immer wieder von Steinmetzen bearbeitet. Eines ihrer favorisierten Motive war dabei offenbar die Axt. Das belegen lasergestützte 3D-Aufnahmen einiger Steine, über die Forscher in der November-Ausgabe des Magazins British Archaeology berichten.
Schon vor 50 Jahren wurden auf einigen Steinen Abbildungen von Äxten sowie einem Dolch gefunden. Da das Motiv der Axt auch in bronzezeitlichen Gräbern auftauchte, vermuteten Archäologen, dass die Kultstätte möglicherweise dem Gedenken Verstorbener diente. Entsprechende Forschungen wurden in Stonehenge jedoch nicht weiter vertieft.
Um so überraschender sind die neuen Funde. Das Team um Tom Goskar vom Unternehmen “Wessex Archaeology” in Salisburg und Alistair Carty von der Firma “Archaeoptics” in Glasgow ließen sich lediglich eine Stunde Zeit, um ein paar Steine zu fotografieren. Die Bilder enthüllten schließlich auf einem Stein zwei Abbildungen, die mit dem bloßen Auge nicht mehr zu erkennen sind. Die im Durchmesser etwa neun und fünfzehn Zentimeter großen Abbildungen sollen an Äxte erinnern, wie sie etwa vor 3.800 Jahren in Gebrauch waren.
Die Forscher wollen nun weitere Steine untersuchen und hoffen, mit neuen Funden ein tieferes Verständnis für Stonehenge entwickeln zu können. Die bisherigen Entdeckungen präsentieren die Wissenschaftler im Internet unter www.stonehengelaserscan.org.
ddp/bdw ? Andreas Wawrzinek





