Albert Einstein hat gut lachen: Er konnte seine wissenschaftliche Kreativität wie kaum ein anderer entfalten. Im 20. Jahrhundert wurde er zum Inbegriff des schöpferischen Genies. Doch wer hat heute das Zeug zu einem neuen Einstein? Was wissen Hirnforscher, Psychologen und Sozialwissenschaftler über die Bedingungen kreativer Höchstleistung? bild der wissenschaft benennt sieben Quellen der geheimnisvollen Fähigkeit, die durch Studien gesichert sind. Verblüffend dabei: Ohne Helfer kommt der größte Geist nicht zum Zuge. Eltern, Lehrer und Geschäftspartner sind gefordert, kreative Menschen zu unterstützen und ihren Ideen zum Sieg zu verhelfen. Außerdem in unserer Titelgeschichte: Ein Porträt des Fraunhofer-Forschers Karlheinz Brandenburg. Mit seiner Erfindung MP3 stieg er in den Erfinder-Olymp auf.
DER KULTURELLE URKNALL
Als die Menschen vor rund 10000 Jahren sesshaft wurden und anfingen, Getreide anzubauen, veränderte das nicht nur ihre Essgewohnheiten. Sie brauchten auch neue Regeln fürs Zusammenleben. Dabei spielten Feste eine große Rolle – wie sie vermutlich einst im Tempel von Göbekli Tepe stattfanden. Hier kam wohl auch erstmals die Idee auf, Tiere zu domestizieren.
SPRINGENDE GENE
Unser Erbgut ist in Bewegung: Springende Gene sorgen für überraschende Effekte. In der menschlichen Evolution spielten sie vor 100 bis 25 Millionen Jahren eine Schlüsselrolle: Wir haben ihnen zu verdanken, was wir sind. Heute lebt Homo sapiens in einem abgesicherten Modus. Die springenden Gene, auch Transposons genannt, sind zwar noch massenhaft in unserem Genom enthalten – die meisten springen aber nicht mehr, sondern sind stillgelegt. Dass sich das leicht ändern kann, bezeugen seltene Erbkrankheiten, die durch mobile Elemente ausgelöst werden.
stärkste NEUTRONENBLITZE Der Welt
Mit Neutronen können Wissenschaftler Materialien höchst effektiv durchleuchten. Bislang werden die winzigen Kernteilchen vor allem mit Forschungsreaktoren erzeugt. Jetzt ging im US-Bundesstaat Tennessee die „Spallation Neutron Source” in Betrieb (Foto: Experimentierhalle). Ganz ohne Reaktorkern und Uranbrennstäbe erzeugt dort ein Teilchenbeschleuniger die stärksten Neutronenblitze der Welt.
ZURÜCK IN DIE REALITÄT
Forscher bescheinigen Online-Rollenspielen eine ähnliche Rauschwirkung wie Alkohol oder Cannabis. Sie sind überzeugt, dass die Sucht bald als Krankheitsbild anerkannt wird. Die Spezial-Ambulanz der Uniklinik Mainz bietet erste Hilfe. Ziel ist nicht die Abstinenz vom PC, sondern ein gesunder Umgang damit.





