von ROLF HEßBRÜGGE
Das Thema des internationalen Spitzentreffens im September 2021 verblüfft auf den ersten Blick: Die Universität Kiel hatte zu einem „Archäologischen Klimagipfel“ eingeladen. Was kann denn die Archäologie zur Bewältigung der aktuellen Klimakrise beitragen, fragt man sich verwundert, die hat doch nichts mit längst vergangenen Zeiten zu tun? Der Kieler Archäologe Johannes Müller, Mitinitiator des Gipfels, sieht das anders: „Bei der aktuellen Diskussion um die sozio-ökologischen Folgen des Klimawandels wird die Betrachtung prähistorischer Klimaereignisse – und wie die damalige Bevölkerung damit umgegangen ist – meist außer Acht gelassen. Dabei können wir mithilfe der Archäologie wichtige Lehren aus prähistorischen Ereignissen ziehen, um aktuelle Veränderungsprozesse besser zu verstehen und gesellschaftliche Widerstandsfähigkeit gegen Klimakrisen aufbauen zu können.“





