Doch zu ihrer Überraschung stellte sich heraus, dass die Schwankungen einem Potenzgesetz gehorchten. Potenzgesetze weisen auf das Vorhandensein eines sogenannten schwach chaotischen, sich selbstorganisierenden Systems hin.
Solche Systeme reagieren auf äußere Einflüsse mit einem ausgeprägtem Eigenleben. Stehen beispielsweise mehr Ärzte zur Verfügung, führt dies nicht etwa zum Abbau der Wartelisten. Stattdessen gehen dann zusätzliche Patienten mit geringeren Beschwerden zum Arzt. Die durchschnittliche Wartezeit kann sich dadurch zwar ändern, aber vollkommen abbauen lässt sie sich im allgemeinen nicht.
Andere Beispiele für solche sich selbstorganisierende Systeme sind Erdbeben oder Aktienmärkte. Eine weitere Eigenschaft dieser Systeme ist, dass sie sich mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit weit von ihrem durchschnittlichen Zustand entfernen können. Selbst außergewöhnlich lange Wartezeiten wären somit auch durch eine noch so ausgeklügelte Organisation nicht vollkommen vermeidbar.




