Jeder fünfte Deutsche würde seine Krankheits- Veranlagungen genetisch testen lassen. Das belegt eine repräsentative Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach, das im Auftrag des Deutschen Studienpreises 1.137 Bürger im Alter ab 16 Jahren in ganz Deutschland befragte. Das Ergebnis stellte die Stiftung am Mittwoch in Hamburg vor.
Wenig Zustimmung erhält hingegen der genetische Eingriff an Embryonen bei der künstlichen Befruchtung. Nur jeder zehnte Befragte fände es gut, den Nachwuchs im Labor nach den eigenen Wünschen optimieren zu können. Bei den unter 30-Jährigen würde dem aber bereits jeder fünfte zustimmen. Der Umfrage nach wollen mit dem Eingriff 79 Prozent der 16- bis 29-Jährigen Erbkrankheiten beheben, 48 Prozent Alkoholismus. Jeder Dritte würde gerne das Geschlecht des Kindes vorab festlegen.
Bei der Fortpflanzung, so das Ergebnis der Studie, öffnen sich die Deutschen den medizinischen Neuentwicklungen. Demnach befürworten 57 Prozent der Deutschen bei Kinderlosigkeit eine künstliche Befruchtung. 31 Prozent bejahen die Samenspende eines fremden Mannes, 26 Prozent die Eispende einer fremden Frau. Dem Klonen eines Embryos würden nur fünf Prozent der Bevölkerung zustimmen.
Der Deutsche Studienpreis ist ein Forschungswettbewerb für Studierende aller Fachrichtungen. Er wird von der Hamburger Körber- Stiftung alle zwei Jahre ausgeschrieben. “Die Stiftung will junge Menschen fördern, die an einer aktiven Gestaltung unserer Gesellschaft mitwirken wollen”, sagte Sprecherin Friederike Schneider am Mittwoch in Hamburg.
dpa





