Männer, die Drogen spritzen, sind laut einer nun erschienenen US-Studie viel eher durch riskanten Umgang mit der Spritze und durch homosexuelle Praktiken Aids-gefährdet als drogenabhängige Frauen. Sie stecken sich meist durch riskante heterosexuelle Praktiken mit dem Virus an.
Alan I. Leshner von der Johns Hopkins University und Direktor des National Institute on Drug Abuse (NIDA): “Frühere Untersuchungen bei ‘Nadelabhängigen’ deuteten darauf, dass die meisten HIV-Infektionen durch gebrauchte Nadeln stattfinden. Unsere Studie zeigt nun aber, dass wir vielmehr eine geschlechtsspezifische Behandlung dieser Gruppe von Drogenabhängigen brauchen”.
Ein Forscherteam unter Leitung von Steffanie Strathdee hatte zwischen 1988 und 1998 die Praktiken im Drogengebrauch und die Sexualpraktiken von über 1800 Nadelbenutzern über 18 Jahre untersucht. Sie machten jedes halbe Jahr Interviews und, um eine mögliche HIV-Infektion festzustellen, nahmen sie den Teilnehmern der Studie jedes Mal Blut ab.
Frieder Graef





