Mehr als 110 000 Frauen sterben jährlich in Indien an den Folgen einer Schwangerschaft oder der Geburt eines Kindes. Das teilte das indische Gesundheitsministerium am Mittwoch dem Parlament mit. Das sei mehr als ein Sechstel der weltweiten Zahl dieser Todesfälle, die insgesamt rund 600 000 betrage.
Gesundheitsminister A. Raja sieht die Hauptgründe in Blutungen während der Geburt, Geburtsstillständen, Fehlgeburten, Schwangerschaftsvergiftungen und Blutarmut. Raja’s Ansicht nach trägt auch der niedrige sozioökonomische Status, die unzureichende Schulbildung der Frauen sowie mangelnder Zutritt zu medizinischen Einrichtungen dazu bei.
Seit Ende der 80er Jahre gehört Deutschland zu den Staaten mit der niedrigsten Müttersterblichkeit. 1995 lag sie bei 5,4 von 100 000 Lebendgeborenen.
dpa





