„Helden des Himmels” sind nicht nur die antiken Götterfiguren, deren Namen das Firmament bevölkern, sondern vor allem die Naturforscher und Astronomen, die im Laufe der Jahrhunderte das Himmelsgeschehen enträtselt haben. Der Wissenschaftsjournalist Christian Pinter erzählt ihre Geschichten.
Eine davon ist die des Briten William Herschel, der den von ihm entdeckten siebten Planeten ursprünglich nach König George III. „Georgsstern” nennen wollte. International stieß das jedoch auf wenig Gegenliebe. Schließlich wurde der neue Wandelstern „ Uranus” getauft. Seine Abweichungen von der vorausberechneten Bahn ließen wiederum den Pariser Himmelsmechaniker Urbain Le Verrier einen störenden achten Planeten postulieren. Hilfe suchend schickte er seine Berechnungen an die Berliner Sternwarte. Dort überließ der Leiter Johann Encke an seinem 55. Geburtstag den Assistenten das große Fernrohr für die Inspektion der betreffenden Himmelsstelle. Und voilà: Bereits in der ersten Nacht sichteten die Berliner ein blaues Lichtfleckchen – den Neptun.
Pinter geht es nicht um enzyklopädische Vollständigkeit, sondern er möchte interessante Geschichten erzählen. Und das ist ihm rundweg gelungen. Thorsten Dambeck
Christian Pinter HELDEN DES HIMMELS Kremayr & Scheriau, Wien 2009 222 S., € 22,90 ISBN 3–218–00794–1





