In Afrika ist das Risiko von Frauen, bei der Geburt zu sterben, teilweise um das Hundertfache höher als in Europa. Vor allem in ländlichen Regionen sind die Geburtshelfer oft mangelhaft ausgebildet und wissen nicht, wie sie sich bei Komplikationen verhalten sollen. Forscher des Universitätsklinikums Heidelberg um Walter E. Haefeli haben deshalb eine Software entwickelt, die die Geburtshelfer unterstützen soll. Das Programm, das auf solarbetriebenen Laptops installiert wird, lotst die Helfer Schritt für Schritt durch die Geburt. Die Software basiert auf Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation WHO. Besonders wichtig sind Checklisten mit Basisuntersuchungen für die Schwangerschaftsvorsorge. Werden die Untersuchungsergebnisse in den Rechner eingegeben, erkennt der kritische Situationen und gibt Tipps zum weiteren Vorgehen, etwa die Verabreichung bestimmter Medikamente. Das Programm enthält außerdem Informationen zum Selbststudium des medizinischen Personals. Die Geburtshilfe per Computer wird jetzt in Burkina Faso, Ghana und Tansania auf ihre Praxistauglichkeit überprüft.





