Rund 50 Tonnen soll er auf die Waage gebracht haben – der 13 Meter hohe Brachiosaurus (Giraffatitan brancai), dessen Skelett im Berliner Museum für Naturkunde ausgestellt ist. Doch so brachial schwer war der gewaltige Pflanzenfresser, der vor 150 Millionen Jahren lebte, gar nicht. Der urzeitliche Gigant war wohl mit „nur” 23 Tonnen eher ein Leichtgewicht und wurde bisher bloß für zu schwer befunden. Das haben britische Forscher um William I. Sellers von der University of Manchester berechnet.
Die Wissenschaftler hatten zunächst mit einem Laser die Skelette großer Säugetiere wie Elefanten, Polarbären, Giraffen und Rentiere gescannt. Daraus entwickelten sie ein dreidimensionales Modell und errechneten das Volumen an Körpermasse, das nötig ist, das Skelett zu umhüllen. Die dabei zugrunde gelegte Formel erwies sich in Bezug auf das tatsächliche – bekannte – Gewicht der Tiere als erstaunlich zuverlässig. Übertragen auf den Berliner Brachiosaurus kam das überraschende Untergewicht zustande. Wegen seines Ergebnisses ist Sellers davon überzeugt, dass auch die Schätzungen des Gewichts von anderen Sauriern nach unten korrigiert werden müssen.





