Während die Teilnehmer der Kontrollgruppe sagten, dass ihre Nervosität im Laufe der Sitzung abnahm, vermerkten die Gruppe mit dem schmusenden Paar keine solche Abnahme der eigenen Anspannung. Auch ließen sich die Frauen von der öffentlichen Darstellung der Leidenschaft des Paares eher aus dem Konzept bringen als die Männer. Laut den Wissenschaftlern berichteten “68 Prozent der Frauen und nur 42 Prozent der Männer, dass sie sich in Gegenwart des Pärchens unwohl fühlten und ärgerten.” Auf die Frage, ob sie ein Problem damit hatten, dass sich das Pärchen in der Öffentlichkeit küsst, antworteten 90 Prozent der Frauen mit ja. Bei den Männern waren es lediglich 65 Prozent.
Warum Frauen in Bezug auf die öffentliche Darstellung von Zuneigungen weniger tolerant sind als Männer erklärt Kirby in einem Interview mit Reuters Health damit, dass Männer öfter Berührungen initiieren als Frauen. Untersuchungen haben auch gezeigt, dass sie sich weniger Sorgen machen, wenn es in der Öffentlichkeit stattfindet.
Psychologen spekulieren weiter, dass Männer Berührungen initiieren, um ihre Macht auszudrücken oder zu behaupten. Laut Kirby kann dies der Grund dafür sein, warum Frauen, solche Begegnungen als unangenehm empfinden, weil sie darin ein Indiz für die schlechtere gesellschaftliche Position der Frau sein könnten.




