Frauen sind bei der Suchtbekämpfung ihres Partners konsequenter als Männer. 58 Prozent der Frauen, aber nur 38 Prozent der Männer würden ihren abhängigen Partnern klarmachen, dass diese das Suchtproblem nur allein lösen können. Das ergab eine Umfrage des Möllner Meinungsforschungsinstituts INRA im Auftrag der Zeitschrift «Vital» und der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK).
Nach Meinung des DAK-Suchtexperten Frank Meiners sollen Angehörige nie Verantwortung für die Sucht des Partners übernehmen und sich nicht in die “Suchtspirale” hineinziehen lassen.
Männer seien in der gleichen Situation wesentlich nachgiebiger als Frauen. Diese liege zum einen daran, dass sie Konfliktsituationen mit süchtigen Frauen viel weniger erlebt hätten als umgekehrt. Zum anderen würden Männer gesundheitliche Probleme eher verdrängen. Frauen wie Männer seien aber in hohem Maße bereit, dem Partner zu helfen. Nach Erkenntnissen der Deutschen Hauptstelle gegen die Suchtgefahren (DHS) seien 15 Millionen Deutsche abhängig von Nikotin, Alkohol oder anderen Drogen, schrieb die Zeitschrift.
dpa





