Wer an regelmäßige Mahlzeiten gewöhnt ist, wird zu den gewohnten Zeiten hungrig. Bekommt man dann nichts zu essen, meldet sich lautstark der Magen: Er knurrt. Dazu muss man wissen: Selbst wenn kein bisschen Nahrung den Magen füllt, ist er nicht ganz leer. Er enthält Luft und Magenflüssigkeit. Beides wird in regelmäßigen Abständen durch die Walkbewegungen der Magenmuskulatur umhergewirbelt – daher das Geräusch.
Wie allerdings das Hungergefühl entsteht und warum es einen zu den gewohnten Essenszeiten überfällt, wissen selbst Experten nicht genau. Die Zufuhr von Energie in Form von Essen und der Energieverbrauch sowie der Umsatz in Fett wird von einem äußerst komplizierten Regelwerk koordiniert.
Klar ist nur, dass Hormone und Nervensignale unser Hunger- und Sättigungsgefühl steuern. Der Verdauungstrakt produziert über 20 verschiedene Hormone, die die physiologischen Prozesse rund ums Essen und Verdauen beeinflussen. Als Hungerhormon wurde 1999 das Ghrelin bekannt. Es wird vom Magen produziert. Sein Gegenspieler, das Hormon Peptid YY (PYY), signalisiert „Satt!”. Manche Verdauungshormone stimulieren direkt Nerven im Gehirn, im Hypothalamus und im Stammhirn, andere den Nervus vagus, den zehnten Hirnnerv, der die Tätigkeit fast aller inneren Organe steuert.





