Die Jacobs University Bremen, deren Vizepräsidentin Ursula Staudinger zusammen mit zwei Kollegen ist, ist privatwirtschaftlich organisiert und auf individuelle Geldgeber angewiesen. Durch die großzügige Investition der Jacobs-Stiftung von 200 Millionen Euro ist der Betrieb zunächst gesichert. Werden dann bestimmte Qualitätsstandards nachgewiesen, fließen weitere 125 Millionen Euro auf das Konto der Universität. Dennoch führt die internationale Finanzkrise nach Aussage von Ursula Staudinger zu einer „Slow-Motion-Phase” bei der Einwerbung privater Spenden.
Ab Herbst dieses Jahres kann die Universität pro Jahr gut 200 Studienanfänger aufnehmen. Unterrichtssprache ist generell englisch. Bei der Ausbildung von Masterstudenten und Doktoranden hängt der Zuwachs stark von den Erfolgen in der Forschung und der damit verbundenen Drittmitteleinwerbung zusammen. Gegenwärtig sind bei Jacobs 1200 Studenten und Doktoranden eingeschrieben. Obwohl die Gebühren für ein Studienjahr im Bachelorstudium 18 000 Euro betragen, sind bei Jacobs nach Aussage von Ursula Staudinger „die ärmsten Studenten in ganz Deutschland” eingeschrieben. Der Grund: Zugelassen werden dort nur Bewerber, die hervorragende Zeugnisse und Fähigkeiten vorweisen. Wer dies kann, bekommt ein Stipendium, oder die Universität erstellt einen Kreditplan zur Finanzierung. Es wird darauf geachtet, dass nicht mehr als 20 Prozent der Studierenden aus jeweils einem Land stammen. Deshalb bildet Jacobs junge Menschen aus mehr als 90 Nationen aus.





