Kinder zwischen neun und zwölf Jahren verkraften die Scheidung ihrer Eltern schlechter, wenn ihre Mütter ihnen keine verlässlichen Regeln vorgeben und ihnen nicht eine gleichbleibend hohe Aufmerksamkeit schenken. Dies ergab eine Studie der University of Washington und der Arizona State University. Demnach neigen vor allem impulsive Kinder zu Problemen wie etwa Depressionen.
“Impulsive Kinder brauchen Grenzen und Regeln, weil sie ihre Gefühle und ihr Verhalten schwerer allein regulieren können”, erklärt die Psychologieprofessorin Liliana Lengua. Kinder, die eine optimistische Lebenseinstellung haben, viel lachen und oft fröhlich sind, so ein weiteres Ergebnis der Untersuchung, können den Scheidungs-Stress besser verarbeiten: Sie können auch die mangelnde Zuweisung oder Zurückweisung ihrer Mütter besser verkraften, weil positive Begegnungen diese Erfahrungen erträglicher machen.
Die Studie schloss 231 Mütter und deren neun bis zwölf Jahre alten Kinder, die in den zurückliegenden zwei Jahren eine Scheidung durchlebt haben, ein.
Marion Herzog





