Erhöhte Temperatur und Mattigkeitsgefühl – keine Seltenheit nach einer Grippe-Impfung. Viele Patienten beschleicht daher das Gefühl, nach der Impfung mit einer Grippe in abgeschwächter Form zu kämpfen, was jedoch nicht stimmt: „Die Viren im Impfstoff sind nicht nur abgetötet”, erklärt Susanne Stöcker vom Paul-Ehrlich-Institut, „sondern auch gar nicht mehr vollständig. Sie können daher keine Influenza auslösen.” Die erhöhte Temperatur und das Mattigkeitsgefühl sei schlichtweg eine Reaktion des Immunsystems auf die gespritzten Fremdkörper, die zeigt, dass es angefangen hat zu arbeiten.
Treten in Einzelfällen dennoch schwerwiegende unerwünschte Arzneimittelwirkungen auf, so ist der Arzt verpflichtet, diese zu melden. Die Mitarbeiter des Paul-Ehrlich-Instituts bewerten diese Beschwerden nach Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation WHO und klären, ob sie von der Impfung ausgelöst wurden. Tauchen massiv viele Meldungen über Beschwerden auf, ergreifen sie Maßnahmen, schlimmstenfalls entziehen sie dem Impfstoff die Zulassung.





