Wetterberichte sind theoretisch nun auch für Sterne möglich. Das ergaben Computersimulationen amerikanischer Astronomen unter der Leitung von Katharina Lodders von der Washington University in St. Louis. Die Forscher fanden heraus, dass sich in der Atmosphäre Brauner Zwergsterne Wolken und Nebelschwaden aus flüssigem Eisen bilden können. Braune Zwerge sind Sterne, die zu wenig Masse haben, um in ihrem Inneren Kernfusion zu betreiben. Daher betragen ihre Oberflächentemperaturen nur 1000 bis 2000 Grad. Eisenhydrid, das in den Spektren dieser Sterne nachgewiesen wurde, kann deshalb zu flüssigem Eisen auskondensieren, Wolken bilden und von Winden zerstreut werden. Schwerkraft und Temperaturgradient in der Sternatmosphäre sind vergleichbar mit denen riesiger Gasplaneten wie Jupiter. Lodders nimmt deshalb an, dass es auch auf Braunen Zwergen Konvektion gibt und unterschiedliches Wetter.
Hans Groth





