Dabei ging es einst mit bescheidenen Steinwerkzeugen los. Diese wiederum erlaubten die Produktion weiterer Werkzeuge und so einen neuen Umgang mit anderen Objekten. Nach und nach erweiterte der Mensch seinen Handlungsraum in der Welt durch immer mehr Dinge, für immer spezifischere Zwecke. „Ötzi“ etwa trug bereits um die 400 Gegenstände mit sich herum. Die Sesshaftwerdung und immer neue Artefakte führten zu neuen Möglichkeiten, aber zugleich auch zu immer mehr Abhängigkeiten von den Produkten. So besitzt ein heutiger Amerikaner im Schnitt schon 300 000 Dinge. Colwell schreibt locker und anekdotenreich. So entsteht eine faszinierende Geschichte der Menschheit, ihrer Dingwelt und deren Bedeutung von der Steinzeit bis in die Gegenwart. Auch wer schon eine Menge Kram hat, macht keinen Fehler, wenn er dieses erhellende Buch dem eigenen Besitz hinzufügt.
Rezension: Dr. Sebastian Rojek
Chip Colwell
Habseligkeiten
Eine Geschichte der Menschheit vom Faustkeil bis zum Smartphone
Reclam Verlag, Ditzingen 2025, 428 Seiten, € 32,–





