von DAVID NEUHÄUSER
Vor ungefähr 45.000 bis 49.000 Jahren vollzog sich eine Weichenstellung ungeheurer Tragweite. Menschen trafen eine epochale Entscheidung und bestimmen damit unser Leben und unsere Welt bis heute: Sie verließen den afrikanischen Kontinent, zogen nordwärts und rückten in Gebiete vor, die damals von den Neandertalern bewohnt wurden. Der Paläogenetiker und Nobelpreisträger Svante Pääbo spricht in seinem Buch „Die Neandertaler und wir“ von einer „Verdrängungshorde“, auf deren Einwanderung zuerst eine lange Phase der Koexistenz, aber schließlich auch das Ende der Neandertaler folgte.





