Um 800 v.Chr. schwärmten die Griechen aus, um eine neue Heimat zu finden. Italien und Sizilien waren bevorzugte Ziele. Doch die Regionen waren nicht menschenleer. Ging die Kolonisation ähnlich gewaltsam vonstatten wie die europäischen Expansionen?
Jetzt hat Johannes Bergemann endlich auch einen Spaten. Der Archä- ologie-Professor der Ruhr-Universität Bochum hat ihn geschenkt bekommen. Doch ob er ihn tatsächlich zu seiner nächsten Kampagne nach Sizilien mitnimmt, ist noch fraglich. Denn der Altertumsforscher geht seinen Fragen an die Antike mit anderen Methoden nach: Er sucht zusammen, was so alles auf dem Boden herumliegt.
Die Ergebnisse seiner Bückarbeit sind verblüffend. Aus den gesammelten Scherben der Jahrtausende liest Bergemann ab: „Die Kolonisation Siziliens durch die Griechen verlief friedlich. Es gab keine Unterdrückung oder Ausrottung der einheimischen Bevölkerung.” Solche Ingredienzien sind aus den europäischen Kolonisierungszügen des 19. Jahrhunderts n.Chr. wohl vertraut. Bei der Landnahme der Griechen im westlichen Mittelmeer des 8. und 7. Jahrhunderts v.Chr. war das, folgt man den Interpretationen des Bochumer Archäologen, offenbar anders.
Johannes Bergemann setzt bei seiner Zeitreise in die Vergangenheit auf den „Survey” – die intensive, aber rein oberflächliche Untersuchung einer geschichtsträchtigen Region. In einer ersten Prospektion wird dazu bei einer wissenschaftlich geschulten Augen-Wanderung durch das Untersuchungsgebiet abgeschätzt, wie antik und fundträchtig die Gegend ist. In einem zweiten Durchgang schreiten jeweils zehn meist studentische Mitarbeiter gemessenen Schrittes ein Areal von 100 mal 100 Metern ab und sammeln alles ein, was von Menschenhand stammt.
Aus einem solchen Quadrat kommt schon einmal ein Potpourri von 10 000 Tonscherben, Architekturresten und Ziegelfragmenten zusammen. Bergemann: „In manchen Arealen haben wir Zeugnisse aus fast drei Jahrtausenden – vom 2. Jahrtausend v.Chr. bis zur spätrömisch-arabischen Zeit um 900 n.Chr. Damit können wir die Siedlungsgeschichte dieser Region nachzeichnen.”
Die Bodenerosion durch Wind und Wasser und die Bodenbearbeitung der Bauern zaubern immer wieder neue alte Relikte aus den verschiedenen Bodenschichten und erzählen dem Kundigen von früheren Zeiten. Die Bochumer Archäologen haben den Survey zwar nicht erfunden, aber sie rühmen sich, ihn verfeinert zu haben.
Die Methode wird für die Altertumswissenschaft und die betroffenen Länder immer wichtiger. Denn es ist unmöglich, alle – oder auch nur die wichtigsten – archäologischen Stätten traditionell mit dem Spaten auszugraben. Es sind weltweit zu viele, und gerade in den sich entwickelnden Ländern drohen Infrastrukturmaßnahmen das kulturelle Erbe zu zerstören, bevor es überhaupt wissenschaftlich begutachtet und katalogisiert worden ist.
Diese akute Gefahr besteht in Bergemanns Beritt nicht. Er untersucht – finanziell gefördert von der Thyssen-Stiftung – eine räumlich begrenzte, aber immerhin 250 Quadratkilometer große Siedlungskammer an der Südküste Siziliens, westlich von Gela, einer geschichtsträchtigen Stadt von der Antike bis in die jüngste Zeit: Hier gründeten die Hellenen 688 v.Chr. eine ihrer frühen Kolonien im westlichen Mittelmeerraum, und hier landeten 1943 die alliierten Truppen zur Befreiung Europas.
Die alten Griechen, die ab dem 8. Jahrhundert massenhaft in ihre Neue Welt im Westen aufbrachen, waren Wirtschaftsflüchtlinge: In den heimatlichen Gefilden wurde der Boden knapp, denn die Bevölkerung wuchs stetig, Missernten durch anhaltende Trockenheit schufen beißende Not. Politische Querelen der stets streitsüchtigen Griechen bis hin zu bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen verschärften die Situation. Die antiken Geschichtsschreiber berichten in mythischen Geschichten und realen Nachrichten vom Exodus: Etliche Städte und Inseln zwangen jeden Zweitgeborenen einer Familie – auch der noblen –, das Land zu verlassen. Die Rückkehr war bei Todesstrafe verboten.
Ein Teil der Ausgewiesenen wanderte nach Vorder- und Kleinasien aus, wo sie erfolgreiche Pflanzstädte gründeten oder bestehende Siedlungen – etwa Milet – zur Blüte brachten und mit Sub-Kolonien das Küstengebiet des Schwarzen Meeres erschlossen. Ein anderes Kontingent der Vertriebenen strebte nach Westen, zum Teil gemeinsam mit den schon lange umtriebigen Phöniziern von der Levante-Küste, die später als Punier (Karthager) zu ihren erbittertsten Feinden werden sollten. Die Ziele in der Fremde kannte man. Vor dem Auszug hatten Kundschafter die neue Heimat inspiziert. Vielfach konnten die Auswanderer auch auf Kenntnisse und Beziehungen aus der mykenischen Zeit des 16. Jahrhunderts v.Chr. zurückgreifen.
Knapp 200 Jahre floss der Strom gen Westen, den unfreiwilligen Pionieren folgten ständig Nachwanderer aus der alten Heimat in die prosperierenden Städte. Die Anzahl der Neusiedler ist unbekannt, aber, so Bergemann, „das ist schon eine Art Völkerwanderung gewesen”.
Die erste Griechen-Gründung in Italien war Pithekussai in der Bucht von Neapel im Jahr 770 v.Chr. Nach 200 Jahren waren die Ost- und Westküste Süditaliens und Sizilien dicht an dicht mit griechischen Siedlungen bestückt. Auch auf Korsika, Sardinen und an der französischen Küste um Marseille bauten Griechen ihre Gehöfte.
Dieses „Magna Graecia”, Großgriechenland, war ein seltsames Gebilde: Es war ebenso wenig wie die Heimat ein homogenes Reich, doch die Stadtstaaten waren durch ihre weitgehend einheitliche Kunst und Kultur geprägt, die sie in der Fremde zu einer eigenständigen Blüte trieben. Die begehrten Erzlagerstätten, die Fruchtbarkeit der Böden, die Weinberge, die Wälder der neuen Heimat und vor allem die strategische, den Fernhandel kontrollierende Lage der Griechenstädte machten die Kolonisten reich und unabhängig. Innerhalb weniger Jahrzehnte überholten die Kolonien ihre Heimatstädte in allen Bereichen. Der Transfer von Können und Ideen nach Mittel- und Nordeuropa wäre ohne diese Kolonisierung des Südens anders verlaufen.
Auch den Hang zum Größenwahn zeichneten die griechischen Einwanderer allen nachkommenden Auswanderern vor: In der neuen Heimat wurde alles ein bisschen größer und protziger. Den bodenständigen löchrigen Kalkstein verhalf man mit Stuck zu Marmoreleganz. Süditalien und Sizilien haben heute mehr griechische Tempel, Heiligtümer und Wehranlagen vorzuweisen als die alte Heimat. Allein Selinus kommt bei der alphabetischen Zählung seiner Tempel bis zum Buchstaben Y. Die Theater waren prächtig, die Plastiken waren vom Feinsten, die Lebensart war exquisit, die Wissenschaft prangte mit Namen wie Pythagoras und Archimedes – man war wer und zeigte es.
Gela, Bergemanns Ziel, wurde im Jahr 688 v. Chr. von einer Schiffsladung Kreter und Rhodier an der Südküste Siziliens gegründet. Die Pioniere, so kann der Bochumer Archäologe anhand seiner Scherbenfunde nachweisen, kamen in ein nahezu leeres Land. Die nächsten Einheimischen wohnten rund 20 Kilometer entfernt in der Höhensiedlung Butera. Den Einwanderern aus den dicht besiedelten griechischen Gebieten mit den gartengroßen Landstücken „muss die weite Ebene wie das Paradies erschienen sein”, glaubt Bergemann. Zielstrebig gingen sie daran, ihre Stadt zu bauen – die griechische Polis mit den rechtwinkligen Straßen, den öffentlichen Plätzen, privaten Quartieren und landwirtschaftlichen Parzellen im Umfeld. Aus bescheidenen Anfängen mit den Ein-Zimmer-Häusern der Pioniere stieg die Neugründung zu einer der mächtigsten Städte des griechischen Siziliens auf.
Bergemanns Beweisführung für die friedliche Kolonisierung um Gela beginnt scheinbar banal: Webgewichte, Mahlsteinfragmente, ein 20 Zentimeter großes tönernes Henkelstück. Doch der Kundige liest daraus: Die Neuankömmlinge hielten Schafe und fertigten aus deren Wolle ihre Kleider, sie bauten Getreide an und lagerten ihre Vorräte von Getreide oder Öl in riesigen Gefäßen. Zwei Ölpressen erzählen von Olivenhainen, und eine singuläre Säulentrommel im Gelände signalisiert: Hier stand ein Heiligtum. „ So bekommt man eine Vorstellung, wo die Siedlungen lagen. Man kann sie datieren und belegen, wie lange sie bewohnt waren”, resümiert der Bochumer Archäologe. 150 Siedlungsstellen hat er inzwischen dingfest gemacht, 70 davon sind griechische Gehöfte. Drei oder vier Fundplätze sind Kandidaten für Heiligtümer. Für Vermessung und Kartierung des Forschungsgebiets zeichnen die Geoinformatiker der benachbarten Fachhochschule Bochum verantwortlich.
Gela lag in Sichtweite von Butera, der einheimischen Siedlung. Die Griechen blieben also nicht unbemerkt, sie mussten Kontakt mit ihren neuen Nachbarn aufnehmen – friedlich oder gewaltsam. Bergemanns Survey-Sammlung ergibt:
• In der einheimischen – indigenen – Siedlung Butera gibt es keine Hinweise auf Zerstörungen.
• Gela hatte offenbar in der Gründungsphase keine feste Stadtgrenze.
• Die Griechenstadt legte sich erst 100 Jahre nach ihrer Gründung eine Wehrmauer zu. „Und das wohl mehr zum Schutz gegen die eigenen Landsleute.”
• Die typischen griechischen Gehöfte – verstreute Familienbetriebe mit Sklaven – wucherten aus der Küstenebene ins Landesinnere bis ins Weichbild von Butera. „Die wären in gefährlichen Situationen gar nicht zu verteidigen gewesen.”
• Im Gegenzug findet sich indigene Keramik bei den Brennöfen in der Stadt Gela. „Es scheint, dass sich einheimische Handwerker in der griechischen Stadt niederließen.”
Bei der Sammeltätigkeit in den einheimischen Siedlungen findet Bergemann spiegelbildliche Belege für das friedliche Neben- und Miteinander der beiden Volksgruppen: Die Einheimischen bestatteten, als sie noch allein auf der Insel waren, ihre Toten in Felsgräbern mit umfangreichen Beigaben von Keramiken, aber auch mit Luxusgegenständen wie Bronzegürteln. Schon 100 Jahre später haben sie sich dem bescheideneren griechischen Bestattungsritus angepasst – geringe Beigaben aus Keramik lokaler Herstellung, aber griechischer Manier.
Wohnten die Alt-Sizialianer zunächst in Rundhütten in geschlossenen Ortschaften, übernahmen sie bald die rechteckigen Häuser der Zuwanderer und die dezentrale Ansiedlung in Gehöften. Im 5. Jahrhundert v.Chr. – also etwa 150 bis 200 Jahre nach Ankunft der Griechen – schlürften die Einheimischen ihren Wein durchweg aus griechischem Geschirr und schrieben ihre Namen auf Griechisch in die Trinkschalen.
Aus alledem liest Bergemann „eine Lebens- und Wirtschaftsweise, in der Kolonisten und Einheimische in einer wechselseitigen Abhängigkeit lebten.” Im 4. Jahrhundert sind die beiden Siedlungsgebiete „kaum noch zu unterscheiden”. Die griechische Lebensweise hat sich friedlich durchgesetzt.
Die von Bergemann nachgewiesene Symbiose der Völkerschaften erstreckte sich sicher auch auf archäologisch nicht belegbare zwischenmenschliche Kontakte bis hin zu „Mischehen”. Aus diesem immateriellen Bereich gibt es keine Nachrichten, da die Einwanderer nichts Schriftliches über die Pionierzeit hinterlassen haben. Durch die Berichte späterer Historiker – vor allem von Herodot und Thukydides – ist aber bekannt, dass die Einheimischen zeit- und teilweise den Griechen als Söldner dienten.
Denn die Einwanderer hatten eine schlechte Angewohnheit aus der Heimat beibehalten: die ewige griechische Streitsucht. Kaum waren die Siedlungen etabliert, kaum hatten die Einwohner mehr zu tun, als das tägliche Brot zu erarbeiten, gingen die Kämpfe der einzelnen Stadtstaaten gegeneinander los. Sichtbarstes Zeichen sind die Wehrwerke, mit denen sich die Orte ab 500 v.Chr. wappneten. Der griechische Festungsbau in Süditalien und auf Sizilien ist berühmt.
Jede Stadt erweiterte ihren Einflussbereich durch Gründung von Tochtersiedlungen – provozierend auf der Gemarkung der konkurrierenden Nachbarstadt. „Es gibt Fälle”, weiß Johannes Bergemann, „wo eine Griechenstadt die andere platt gemacht hat.” Der anfängliche Polis-Gedanke – freie und gleiche Bürger bestimmen demokratisch über die Geschicke des Gemeinwesens – ging dabei verloren. Starke Persönlichkeiten wurden zu „Strategen” mit weit reichenden Kompetenzen auf Zeit ernannt, was etliche zu familiären Machtbetrieben ausbauten. „Tyrannen” nannte man sie bezeichnenderweise, und im 3. Jahrhundert v.Chr. gierten einige sogar nach dem Königstitel.
Neben den internen Kriegen kämpften die Einwanderer um Macht, Ressourcen und Handelsrouten in wechselnden Koalitionen mit den Etruskern, den Karthagern und schließlich mit den Römern. Rom erobert 212 v. Chr. Sizilien endgültig – die Erfolgsgeschichte der Griechen in Italien und auf Sizilien ist beendet.
Gela wird schon 282 v.Chr. zerstört und aufgegeben. Bis ins 13. nachchristliche Jahrhundert gibt es keine größere Zentralsiedlung mehr in der Region. Der Bochumer Oberflächen-Archäologe findet noch vereinzelte Relikte aus der hellenistischen Zeit und Überbleibsel kleiner Dörfer und Gehöfte aus römischer Zeit, dann ist Schluss.
Der Survey aber geht weiter und soll das Bild der Siedlungskammer verdichten. In den letzten Tagen der Kampagne 2004 fand die Bergemann-Truppe unvermutet griechische Siedlungsspuren in der Strandebene und löste damit ein Rätsel der Gela-Geschichte: Entgegen der bisherigen Kenntnis siedelten die Griechen nicht nur in der Stadt, sondern sie beackerten den gesamten Küstenstreifen.
Solch reiche antike Funde wecken auch bei Archäologen Begehrlichkeiten. „Die Oberflächenbefunde könnten durch Grabungen komplettiert werden”, sinniert Bergemann vorsichtig. Er peilt zwei Stellen an – ein römisches Dorf, das auf dem Gelände einer großen sizilianischen Weinfirma liegt oder jenen Fundplatz, wo Architekturreste ein griechisches Heiligtum vermuten lassen. So könnte das Geschenk der Geodäten von der Fachhochschule Bochum zum Einsatz kommen – der Spaten. ■
Michael Zick
Ohne Titel
Vier bis sechs Wochen verbringt Rebecca Klug jeden Sommer auf Sizilien. Das hört sich nach Traumurlaub an. Aber es ist Knochenarbeit. Rebecca Klug studiert in Bochum im 7. Semester Klassische Archäologie, Ur- und Frühgeschichte sowie Geschichte. In diesem Sommer arbeitet sie zum vierten Mal mit anderen Studenten unter Leitung von Johannes Bergemann auf der italienischen Insel. Die Bochumer Archäologen-Truppe will herausfinden, wie die Griechen die Gegend um die Stadt Gela im 7. und 6. vorchristlichen Jahrhundert besiedelt haben. Jeden Tag sind die Studenten acht Stunden unterwegs, jeder auf einem vorher eingeteilten Geländestreifen. Dort sammeln sie alles auf, was„ antik” sein könnte. Die Neugier treibt sie an, die Suche nach dem „Schatz”. Der muss nicht unbedingt aus Gold sein. „Einmal hat ein Kommilitone ein Terrakotta-Relief gefunden”, erinnert sich Rebecca Klug. Nicht immer gibt die Erde ihr Geheimnis sofort preis. So entpuppte sich ein lehmverkleistertes Stück Ton, das wie der Henkel eines Gefäßes aussah, erst nach der Säuberung als bezauberndes Terrakotta-Köpfchen.
Doch meist sind es Keramikscherben, die die Sammler in ihre Plastiktüten packen. Als Einzelfund sind sie uninteressant, doch es sind viele. Zusammen berichten sie über Wohnen und Handel, über Bestattungsriten oder Ernährung der griechischen Kolonisten. „Die Arbeit ist meistens spannend”, erzählt Rebecca Klug, „Wenn man mal einen Tag lang nichts findet, ist das allerdings frustrierend. Dann merkt man plötzlich, dass vom vielen Bücken der Rücken schmerzt.”
Nach zwei Wochen Feldarbeit beginnt die Auswertung. Die Fundstücke werden gewaschen, sortiert, klassifiziert und datiert. So entsteht aus vielen Puzzleteilen ein buntes Bild von der Besiedlung der Gegend. Rebecca Klug will der staubigen Erde Siziliens noch viele Geschichten entlocken. Ulrike Biehounek
COMMUNITY LESEN
Luca Cerchai, Lorena Janelli, Fausto Longo
DIE GRIECHEN IN SÜDITALIEN
Theiss, Stuttgart 2004, € 39,90
Fabio Bourbon, Furio Durando
MAGNA GRAECIA
Kunst und Kultur der Griechen in Italien
Hirmer, München 2004, € 128,–
Giovanni Francesio, Enzo Russo
SIZILIEN
Mythos, Kunst und Kultur
Hirmer, München 2003, € 75,–
INTERNET
www.ruhr-uni-bochum.de/archaeologie/arch/Forschung-Gela/





